Berlin bleibt hart: Athen muss Schulden begleichen

Athen/Berlin..  Nach dem Wahlsieg der Linkspartei Syriza bleibt die Bundesregierung bei ihrem Nein zu einem weiteren Schuldenerlass für Athen. Berlin ist zwar offen für eine Verlängerung des laufenden Hilfsprogramms – pocht jedoch wie die Wirtschaft darauf, die bisherigen Verpflichtungen einzuhalten. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) fordert von der Regierung aus Radikaler Linker und Rechtspopulisten Vertragstreue: „Niemand drängt Griechenland irgendetwas auf, aber die Verpflichtungen gelten.“

Unterdessen ging der Regierungswechsel in Athen im Eiltempo vonstatten: Nur einen Tag nach der Parlamentswahl ist der Machtwechsel in Athen bereits perfekt. Stunden nach seinem historischen Wahlsieg schmiedete Syriza-Chef Alexis Tsipras ein umstrittenes Regierungsbündnis mit den rechtspopu-listischen Unabhängigen Griechen

Die Linkspartei hatte die absolute Mehrheit im Parlament knapp verpasst und ist so auf einen Partner angewiesen. Gemeinsamer Nenner beider Parteien ist die strikte Ablehnung der Sparprogramme und die Forderung eines Schuldenerlasses. Die Euro-Finanzminister, die sich am Montag in Brüssel trafen, lehnen einen neuen Schuldenschnitt ab.

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