Australische Regierung verwirft Plan für Internet-Filter

Die australische Regierung hat ihre fünf Jahre alten Pläne aufgegeben, durch einen Filter Kinderpornografie und andere fragwürdige Inhalte aus dem einheimischen Internet fernzuhalten. Stattdessen hätten die australischen Internetanbieter zugesagt, eine Liste von 1.400 beanstandeten Webseiten zu blockieren, sagte Kommunikationsminister Stephen Conroy am Freitag dem australischen Rundfunk.

Canberra (dapd). Die australische Regierung hat ihre fünf Jahre alten Pläne aufgegeben, durch einen Filter Kinderpornografie und andere fragwürdige Inhalte aus dem einheimischen Internet fernzuhalten. Stattdessen hätten die australischen Internetanbieter zugesagt, eine Liste von 1.400 beanstandeten Webseiten zu blockieren, sagte Kommunikationsminister Stephen Conroy am Freitag dem australischen Rundfunk. Kritiker hatten angeführt, mit einem Inter-Filter werde Zensur wie in China betrieben.

Geordie Guy, ein Anti-Zensur-Aktivist, begrüßte den Kurswechsel der Regierung. Die neue Vereinbarung werde aber wenig Einfluss auf die Zugänglichkeit zu Kinderpornografie haben, da solches Material ohnehin nicht frei im Internet gehandelt werde, sagte Guy.

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dapd