AfD, Schulz, Erdogan – Angela Merkels wichtigsten Zitate

Merkel: "Wir haben einen sehr interessanten Wahlkampf"

Bei der Sommer-Pressekonferenz in Berlin nahm Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Vorwurf Stellung, dass der Wahlkampf in diesem Jahr langweilig sei.

Bei der Sommer-Pressekonferenz in Berlin nahm Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Vorwurf Stellung, dass der Wahlkampf in diesem Jahr langweilig sei.

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Die Kanzlerin bat zur Pressekonferenz. Es ging um Flüchtlinge, Wahlkampf, die AfD. Lesen Sie hier die besten Zitate Angela Merkels.

Berlin.  Angela Merkel gibt sich ganz entspannt. Im bisher wenig aufregenden Bundestagswahlkampf vermeidet die Kanzlerin und CDU-Chefin scharfe Töne ebenso wie strittige Themen. Wohlfühlwahlkampf nennen das die Kritiker.

Aber warum sollte Merkel auch die Polarisierung suchen? Es läuft gut für sie, ihren Herausforderer Martin Schulz von der SPD hat sie in allen Umfragen weit abgehängt. So war es keine Überraschung, dass sich die Regierungschefin bei ihrem traditionellen Sommer-Auftritt vor der Hauptstadtpresse entspannt und guter Laune präsentierte.

Polarisierung? Fehlanzeige

Allerdings: Merkel vermied jeden Eindruck, die Wahl sei bereits gelaufen. Sie freue sich auf das TV-Duell mit SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz am kommenden Sonntag, so die Kanzlerin. Ansonsten gab sich Merkel staatsmännisch und bisweilen gar präsidial. Polarisierung? Fehlanzeige. Doch als sie nach dem „Entsorgung“-Zitat von AfD-Vizechef Aleander Gauland gefragt wurde, wurde sie deutlich. Hier die wichtigsten Aussagen Merkels im Überblick:

• „Diese Äußerung ist rassistisch, sie ist absolut zu verurteilen. Das geht gar nicht. Erst Provokation, dann kleiner Rückzieher, das zeigt welch Geistes Kind die Autoren solcher Schmähungen sind.“

(Zur Äußerung von AfD-Vize Alexander Gauland, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, nach der Wahl in Anatolien zu „entsorgen“)

• „Europa hat seine Hausaufgaben bis heute nicht gemacht. Es kann nicht sein das Europa Solidarität nur dann zeigt, wenn es einigen hilft. Da haben wir noch viel zu tun. ... Wir können uns nicht einfach abschotten und so weitermachen, wir können nur in Wohlstand und Sicherheit leben, wenn wir über den Tellerrand blicken.“

(Zur Grenzöffnung für Flüchtlinge 2015 und zur Flüchtlingskrise)

• „Ich würde sehr gerne bessere Beziehungen zur Türkei haben. Aber wir müssen natürlich die Realität betrachten. ... Das ist eine sehr komplizierte Phase unserer Beziehungen. Unsere Forderung ist, dass eine ganze Reihe von Menschen freigelassen werden.“

(Zur Türkei, wo mehrere deutsche Staatsbürger unter zweifelhaften Umständen inhaftiert wurden)

• „Wir können da nicht einfach den Mund halten und nichts sagen um des lieben Friedens Willen. Zusammenhalt in der EU unter Preisgabe der Rechtsstaatlichkeit ist nicht mehr die Europäische Union.“

(Zur Verfassungskrise in Polen)

• „Wir haben damit ein Instrument gefunden, das sich bewährt hat.“

(Zum von der Großen Koalition eingeführten Mindestlohn)

• „Es ist schon so, dass die deutschen Autofahrer auf vielen Straßen Europas auch Maut bezahlen. Ich finde, wir sollten diese Maut jetzt auch umsetzen.“

(Zur Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen)

• „Ich habe den Eindruck, dass das in den letzten Wochen eher zu einer Befriedung der öffentlichen Diskussion beigetragen hat.“

(Zum beschlossenen Gesetz zur „Ehe für alle“)

• „Wir haben die Software-Updates, wir haben die Umtauschprämien. Aber das alleine reicht nicht aus.“

(Zu Reaktionen der Politik auf den Dieselskandal )

• „Das ist sicherlich ein vernünftiger Schritt.“

(Zur Entscheidung des CDU-Politikers Jens Spahn, sich von seiner umstrittenen Beteiligung an einem Start-up-Unternehmen für Steuererklärungs-Software zu trennen)

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• „Ich habe extra schon einmal heute Martin Schulz gesagt.“

(Auf die Frage, warum sie ihren SPD-Herausforderer fast nie namentlich erwähne)

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