Atommüll in fehlerhaft geprüfte Castor-Behälter gefüllt

Castor-Behälter im Zwischenlager für Atommüll des Kernkraftwerkes Philippsburg.
Castor-Behälter im Zwischenlager für Atommüll des Kernkraftwerkes Philippsburg.
Foto: Uli Deck, dpa
Die Bundesanstalt für Materialforschung hat die Nutzung von insgesamt 44 Castor-Behältern wegen Prüffehlern untersagt. Allerdings sind vier der Behälter bereits mit hoch radioaktivem Atommüll befüllt worden. Jetzt sind sie in einem Zwischenlager geparkt und dürfen vorerst nicht bewegt werden.

Berlin/Mülheim. 44 Castor-Behälter dürfen wegen möglicher Prüffehler vorerst nicht benutzt werden, allerdings sind vier Behälter bereits mit hoch radioaktivem Atommüll beladen. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat die Benutzung untersagt, weil es Bedenken bei den Haltevorrichtungen (Tragstutzen) für das Anheben mit einem Kran gibt. Einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung" bestätigte am Freitag ein Sprecher der für die Castor-Fertigung zuständigen Gesellschaft für Nuklearservice (GNS).

"Es gibt aber nur ein formales Problem", sagte GNS-Sprecher Michael Köbl. "Beanstandet wurde die Durchführung der Ultraschall-Prüfungen der Tragzapfen-Halbzeuge." Die Tragstutzen müssen ein enormes Gewicht aushalten - ein Castor-Behälter wiegt rund 100 Tonnen. "Es liegen keine Erkenntnisse vor, dass es Materialfehler gibt."

Einige Behälter noch nicht ausgeliefert

Die schon beladenen Castor-Behälter stehen im Zwischenlager des niedersächsischen AKW Unterweser. Sobald sie wieder bewegt werden, sollen die Tragstutzen ausgetauscht werden. 13 der 44 Behälter seien ohnehin noch nicht ausgeliefert worden. (dpa)

 
 

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