Armin Laschet: „Schäbig und unanständig“ – weil sein Sohn beschuldigt wird, sieht er jetzt rot

Armin Laschet verteidigt seinen Sohn Joe.
Armin Laschet verteidigt seinen Sohn Joe.
Foto: dpa/Rolf Vennenbernd, dpa/Michael Kappeler

Armin Laschet unter Druck: Weil sein Sohn Joe einen Millionen-Deal für Masken einfädelte, gerät der NRW-Ministerpräsident in Erklärungsnot.

Nun wehrt sich Armin Laschet mit deutlichen Worten gegen die Vorwürfe aus der SPD.

Armin Laschet: Millionen-Deal für Masken gerät in Verruf

Johannes „Joe“ Laschet (32) sieht nicht nur aus wie Hollywood-Star Ryan Gosling, er ist als Mode-Influencer auch gut vernetzt. Als sich die Corona-Krise im Frühjahr zuspitzte, half er seinem Vater mit seinen Kontakten aus.

Joe Laschet macht regelmäßig Werbung für den exklusiven Textilhersteller „van Laack“. Dessen Firmenchef Christian von Daniels enthüllte nun: „Ich habe Joe gesagt, dass er seinem Vater meine Nummer geben kann, wenn das Land Hilfe bei der Beschaffung von Masken braucht.“

+++ Markus Lanz (ZDF): Klinikchef aus Essen spricht Corona-Klartext – „Nicht mehr das, was wir im März dachten“ +++

So kam es dann auch. Armin Laschet veranlasste als Ministerpräsident von NRW den Kauf von Masken und Kitteln über 38,5 Millionen Euro beim Unternehmen van Laack. Ein Deal auf dem kurzen Dienstweg – aber auch mit Geschmäckle? Gar Vetternwirtschaft?

+++ Angela Merkel privat: Auf der Bühne verrät sie, was sie ihren Mann erledigen lässt +++

---------------

Mehr über Johannes "Joe" Laschet:

  • Der 32-Jährige ist das älteste Kind von Armin Laschet und seiner Ehefrau Susanne.
  • Er hat noch zwei Geschwister: Eva und Julius.
  • Joe Laschet ist Model und Mode-Blogger.
  • Seiner Instagram-Seite folgen 92.000 Menschen.
  • Er hat eine Begeisterung für den „nostalgischen Flair des Gentlemen-Look“, der „von Filmfiguren wie James Bond, Indiana Jones, Michael Corleone (Der Pate) oder Dickie Greenleaf (Der talentierte Mr.Ripley) geprägt wurde“, schreibt er in seinem Blog.

---------------

Armin Laschet wehrt sich heftig gegen Vorwürfe: „Diffamieren gehört bei der SPD in NRW schon immer dazu“

Nun wehrte sich Armin Laschet energisch gegen die Vorwürfe zu dem Millionen-Deal. Er finde die Unterstellungen der SPD, dass es sich hier um eine anrüchige Marketing-Aktion handeln könnte, „schäbig und unanständig". Sie seien haltlos. „Diffamieren gehört bei der SPD in NRW schon immer dazu“, polterte Laschet auf einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn am Montag.

Weiter erklärte Laschet: „Wir waren damals auf der Suche nach seriösen Anbbietern. Möglichst aus Deutschland, möglichst aus Nordrhein-Westfalen. Wir haben jeden gefragt, den wir kennen. Nicht nur ich, alle, die Verantwortung getragen haben in dieser Zeit. Wir haben uns die Hände wund telefoniert. Gefragt, gedrängt, gebettelt: Könnt ihr eure Produktion umstellen? Das hat doch jeder von uns allen noch vor Augen, wie das hier im März war. Und natürlich habe ich auch meinen Sohn gefragt, der sich in der Textilindustrie auskennt. Und irgendwann sagte er: 'Du, da ist van Laack, die können hier helfen.' Ich sag': 'Gib mir die Kontakte, ich rufe den an.'“

+++ Rundfunkbeitrag: Koalitionsbruch wegen 86 Cent droht! CDU, SPD und Grüne haben bisher keine Lösung +++

Der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Zimkeit reagierte über Twitter: „Statt bei kritischen Fragen beleidigend zu werden, sollte Laschet iieber zur Sachauklärung beitragen.“

+++ Polizei in Bayern: Diese neuen Fahrzeuge sorgen für Entsetzen – „Ist jetzt Krieg ausgebrochen?“ +++

Joe Laschet über Masken-Auftrag: Ich habe „selbstverständlich keinen Cent“ erhalten

Joe Laschet wehrt sich ebenfalls gegen Vorwürfe. In seiner Instagram-Story teilt er mit: „Es ging nicht um persönliche Vorteile, sondern um effektive Hilfe.“ Er habe „selbstverständlich keinen Cent, keinen Vorteil und erst recht keine Provision erhalten“.

+++ Hart aber fair: ARD schaltet sich nach diesen Worten von Frank Plasberg ein +++

 
 

EURE FAVORITEN