Armin Laschet: Irres Gerücht – wird er Bundespräsident statt Kanzler?

Superwahljahr 2021: Diese Entscheidungen stehen an

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Im Wahljahr 2021 fallen in Deutschland einige richtungsweisende Entscheidungen. Die wohl wichtigste: Am 26. September wird der 20. Deutsche Bundestag gewählt. Wir zeigen Dir, welche Wahlen dieses Jahr anstehen.

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Der Machtkampf zwischen Markus Söder und Armin Laschet lässt die Union nicht zur Ruhe kommen. Am Dienstag krachte es dann auch in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Dort zeichnete sich eine mehrheitliche Unterstützung für den CSU-Chef Söder ab, erste Bundestagsabgeordnete rieten Armin Laschet sogar zum Rückzug in der Frage um die Merkel-Nachfolge.

Jetzt ist ein irres Gerücht aufgekommen. Soll Armin Laschet statt Bundeskanzler Bundespräsident werden?

Armin Laschet: Bundespräsidentenamt statt Kanzlerkandidatur?

Der Machtkampf innerhalb der CDU und CSU schaukelt sich weiter hoch. Markus Söder hat – so scheint es – aktuell offenbar die besseren Karten für einen Sieg. Um diesen tatsächlich zu erreichen, soll er Armin Laschet jetzt als Alternative das Amt des Bundespräsidenten angeboten haben.

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„Aus der Union hörte ich übrigens, dass Markus Söder Armin Laschet als Ausgleich für die Kanzlerkandidatur die Bundespräsidentschaft 2022 antragen könnte“, schreibt der Hauptstadtkorrespondent des Redaktionsnetzwerk Deutschland, Markus Decker auf Twitter. Weiter meint er: „Da wären zwar wohl die Grünen vor, die eine Frau präferieren dürften. Doch als Präsident wäre Laschet tatsächlich ideal.“

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Das ist Armin Laschet

  • geboren am 18. Februar 1961 in Aachen
  • seit 2017 Ministerpräsident von NRW
  • Vorsitzender der Landesfraktion der CDU
  • Kandidat für Vorsitz der Bundes-CDU und damit wäre er vermutlich auch Kanzlerkandidat
  • während Corona-Krise drängte Laschet früh auf Lockerungen
  • sprach sich vor deren Einführung gegen die Gleichstellung der homosexuellen Ehe mit der konventionellen Ehe aus

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Und auch der SPD Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz meldet das irre Gerücht. Er twittert: „Man hört, dass man Laschet als Ausgleich für den Verzicht das Amt des Bundespräsidenten anbietet.“ Und der SPD-Politiker kritisiert: „Wenn das stimmt, dann wird das Schauspiel der Kanzlerfrage zur Tragödie auf Kosten der Demokratie. Dann bedient sich die CDU/CSU am Land.“

Armin Laschet als Bundespräsident? Rückzug bislang unwahrscheinlich

Eine solche Besetzung würde nicht nur bedeuten, dass aus den beiden Konkurrenten, Markus Söder und Armin Laschet, praktisch wieder politische Partner werden würde. Es würde auch dazu führen, dass CDU-/CSU-Politiker nahezu alle der höchsten politischen Ämter in Deutschland bekleiden würden.

Es ist allerdings sehr zweifelhaft, dass die Union in der Bundesversammlung allein die Frage nach dem nächsten Bundespräsidenten klären könnte. Ohne Unterstützung aus anderen Parteien gäbe es wohl keine Mehrheit für Laschet. Dass die sich vor den Karren des Unions-Machtkampfs spannen lassen werden, ist nur schwer vorstellbar. Ein Versprechen auf den Posten stünde also auf äußerst wackligen Beinen.

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Aktuell ist die Verteilung der beiden Ämter mit Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier als SPD-Politiker und Bundeskanzlerin Angela Merkel als CDU-Politikerin aufgeteilt. Steinmeier war im Februar 2017 durch die Bundesversammlung gewählt worden, seine erste Amtszeit würde im März 2022 enden. Das Amt des Präsidenten des Deutschen Bundestages, welcher in der Rangfolge dazwischen liegt, ist mit Wolfgang Schäuble ebenfalls in der Hand der CDU.

Ob Armin Laschet jedoch wirklich auf die Kanzlerkandidatur verzichten wird, gilt als unwahrscheinlich. Laschet hatte bereits mehrfach seinen Anspruch geltend gemacht, als CDU-Vorsitzender auch als Kanzlerkandidat in den Wahlkampf zur Bundestagswahl im September ziehen zu wollen. Bis spätestens Ende der Woche wollen sich Laschet und Söder in der Frage nach dem Kanzlerkandidaten der Union einig werden.

Während in die Union noch um den Kanzlerkandidat streitet, hat die SPD bereits seit längerem ihren Kanzlerkandidaten bestimmt. Doch die Neffen von Olaf Scholz fordern etwas, das dem SPD-Politiker gar nicht gefallen dürfte.

Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel sorgte für einen neuen übel gelaunten Pöbel-Auftritt auf einer Pressekonferenz.