Armin Laschet offiziell bestätigt! SO viele Briefwahlstimmen erhielt er aus den Partei-Lagern

Nach Auszählung der Briefwahlstimmen ist das Ergebnis offiziell: Armin Laschet ist neuer Fraktionsvorsitzender der CDU.
Nach Auszählung der Briefwahlstimmen ist das Ergebnis offiziell: Armin Laschet ist neuer Fraktionsvorsitzender der CDU.
Foto: imago images / osnapix

Es ist offiziell! Armin Laschet ist neuer Vorsitzender der CDU in Deutschland. Genauer gesagt: er bleibt es, nachdem er am vergangenen Wochenende bereits auf dem ersten digitalen Parteitag der CDU dazu gewählt wurde.

Armin Laschet setzte sich dabei gegen seine Konkurrenten Friedrich Merz und Norbert Röttgen durch. Das Wahlergebnis vom vergangenen Samstag musste dann jedoch noch per Briefwahl bestätigt werden. Die CDU hat die Stimmen dazu am Freitagnachmittag nun ausgezählt und Armin Laschet bestätigt.

Armin Laschet mit mehr als 80 Prozent bestätigt

Da in der ersten Runde keiner der drei Kandidaten die notwendigen 502 Delegiertenstimmen erhielt, kam es zur Stichwahl. Dort gewann Armin Laschet knapp mit 521 Stimmen gegen Friedrich Merz, der 466 Stimmen erhielt. Norbert Röttgen, der dritte Anwärter auf den Parteivorsitz war nach dem ersten Wahlgang ausgeschieden.

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CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak eröffnete die Pressekonferenz im Konrad-Adenauer-Haus. „Die CDU redet nicht nur über Digitalisierung, sie kann auch Digitalisierung“, so der Generalsekretär mit Blick auf den ersten digitalen Parteitag. Gewinner sei schon jetzt „die gesamte CDU“. Ziemiak appellierte an die Geschlossenheit der Partei im Superwahljahr 2021.

CDU-Politiker Thomas de Maizière aus dem Wahlvorstand verkündete, dass 980 Briefwahlumschläge fristgerecht eingegangen seien. Das Ergebnis: Auf Armin Laschet entfielen davon 796 Stimmen, 83,25 Prozent. De Maizière gratulierte Laschet ganz herzlich. Auch aus den Lagern von Merz und Röttgen konnte Laschet also Stimmen gewinnen.

Laschet: CDU steht für Versöhnung

Laschet bedankte sich für das Vertrauen aus den verschiedenen Lagern und legte seinen Fokus in der Ansprache wie schon bei der Rede auf dem Parteitag auf das Thema Versöhung. Die CDU stehe für die Versöhnung zwischen „Wirtschaft und Ökonomie, Land und Städte, Ost und West“.

Er freue sich, dass er auch ausgerechnet am 22. Januar bestätigt wurde, jenem Tag, an dem im Jahr 1963, 18 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges, der Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit, der Élysée-Vertrag, geschlossen wurde.

Auf den Wahlzetteln waren dabei nur noch die Kandidaten, welche die digitale Vorabstimmung für sich entscheiden konnten. Alle, die sich auf dem digitalen Parteitag nicht durchsetzen konnten, standen also nicht noch einmal zur Wahl. Die Wahl Laschets wurde nun mit der Auszählung der Briefwahlstimmen endlich auch offiziel.

32 Mitarbeiter zählten die Stimmzettel unter notarieller Aufsicht den gesamten Freitagmittag. Die ausgezählten Stimmen wurden dann in einem standardisierten Auswertungsprogramm zusammengeführt.

Offen war, wie groß die Zustimmung Laschets als neuer CDU-Parteivorsitzender in der Briefwahl ausfallen würde. Schließlich erhielt Merz mehr als 460 Stimmen und konnte somit ein großes Lager der Delegierten hinter sich vereinen.

Laschet wird die CDU folglich ins Superwahljahr 2021 und die Bundestagswahl im September führen. Ob auch als Kandidat für das Amt als Bundeskanzler ist noch offen. Neben Laschet gilt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dabei als aussichtsreichster Kandidat.

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Auch Stellvertretende Vorsitzende bestätigt

Doch nicht nur Laschet wurde im Amt bestätigt. Auch die anderen Posten in der Parteispitze, die auf dem digitalen Parteitag vergeben wurden, mussten per Briefwahl offiziell bestätigt werden. Als Stellvertretende Vorsitzende wurden digital gewählt:

  • Volker Bouffier (806 Stimmen)
  • Julia Klöckner (787 Stimmen)
  • Silvia Breher (777 Stimmen)
  • Thomas Strobl (670 Stimmen)
  • Jens Spahn (589 Stimmen)

Auch diese fünf Politiker wurden per Briefwahl bestätigt. Auch alle 26 zur Wahl stehenden Kandidaten des Bundesvorstandes, sowie der Schatzmeister erreichten die Mehrheit in der Briefwahl. (dav)