ARD-Deutschlandtrend: Umfrage-Hammer in Coronakrise! Deutsche überzeugt, dass die Bundesregierung...

Der ARD-Deutschlandtrend hat das Vertrauen in das Handeln der Bundesregierung erfasst.
Der ARD-Deutschlandtrend hat das Vertrauen in das Handeln der Bundesregierung erfasst.
Foto: imago images/IPON

In der Coronakrise zeigt sich die Regierung bislang sehr geschlossen. Die sonst regelmäßigen öffentlich ausgetragenen Hahnenkämpfe zwischen den Koalitionspartnern sind auf unbestimmte Zeit verschoben. In den Polit-Sendungen auf ARD, ZDF und Co. gehen die Politiker fast schon freundschaftlich miteinander um. In der Krise rückt die Politik zusammen – offenbar nicht bloß eine hohle Phrase.

Bloß: Nur weil die Streitigkeiten ad acta gelegt wurden und man sich auf eine gemeinsame Linie verständigt hat, kommt diese ja nicht zwangsläufig auch gut bei der Bevölkerung an. Nun zeigt der aktuelle ARD-Deutschlandtrend, wie sich das Vertrauen in die Regierung in den vergangenen Wochen verändert hat.

ARD-Umfrage zeigt: Coronavirus beeinflusst Vertrauen in Regierung

Die dürfte sich bestätigt fühlen: Die Zufriedenheit der Deutschen mit der Bundesregierung ist laut ARD-Deutschlandtrend so hoch wie noch nie in dieser Wahlperiode. 63 Prozent der Befragten gaben an, mit der Arbeit der Koalition zufrieden oder sehr zufrieden zu sein.

Eine krasse Steigerung. Zum Vergleich: In der Umfrage Anfang März waren es nur 35 Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl derer, die weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden waren. Dort fiel der Wert von 65 auf 36 Prozentpunkte. Besonders hoch ist mit 72 Prozent die Zufriedenheit mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung in der Corona-Krise.

Die Zufriedenheit stieg dabei nicht nur für die Regierung insgesamt, sondern auch für die Akteure, die aktuell besonders im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verzeichnet den höchsten Zufriedenheitswert mit ihrer Arbeit in dieser Legislaturperiode. Über 60 Prozent der Befragten sind mit ihr zufrieden oder sehr zufrieden.

Führungspolitiker profitieren

Auf den gleichen Wert kommt auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Besonders freuen darf sich aber Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Mit seiner Arbeit sind 63 Prozent der Befragten zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden. Im März waren es lediglich 46 Prozent.

Wenn es um Wählerstimmen geht, kann die CDU dabei offenbar mehr profitieren, als die SPD. Bei der sogenannten „Sonntagsfrage“ (Wen würdest du wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre?) kommt sie auf 34 Prozent – ein Plus von 7 Punkten. So einen starken Wert erreichte die CDU zuletzt im März 2018.

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Die Grünen würden 22 Prozent wählen (minus 1). Die SPD käme unverändert auf 16 Prozent. Die AfD landete bei 10 Prozent (minus 2). Die Linke käme auf 7 Prozent (minus 2), und die FDP müsste mit 5 Prozent (minus 1) wohl um den Einzug in den Bundestag bangen. (dav/dpa)

 
 

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