„Anne Will“: Als eine Politikerin DAS über die AfD sagt, fangen alle an zu klatschen

Anne Will
Anne Will
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CDU und SPD in der Krise: Wissen sie noch, was sie wollen? Darüber diskutierte Anne Will am Sonntagabend mit ihren Gästen.

Den Streit des Abends lieferten sich CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak und Juso-Chef Kevin Kühnert. Hielt sich der SPD-Politiker anfangs noch zurück („Haben genügend eigene Probleme“), konnte er es sich am Ende doch nicht verkneifen, Kanzlerin Angela Merkel zu kritisieren.

Das waren die Gäste bei Anne Will:

  • Marina Weisband, Grünen-Politikerin
  • Kristina Dunz, Kanzlerkorrespondentin Rheinische Post
  • Paul Ziemiak, CDU-Generalsekretär
  • Kevin Kühnert, SPD, Juso-Vorsitzender
  • Gabor Steingart, Autor und Herausgeber

Anne Will: Kühnert und Ziemiak diskutieren heftig

„Jetzt können sich alle zu Hause mal fragen: Wer hat ein letztes Zitat von Angela Merkel in Erinnerung und zwar nicht, dass sie sich jetzt gerade freut, in Indien sein zu können, sondern zu einer politischen Frage?“, will Kühnert wissen. Und teilt aus: „Wir kommen nicht ins Laufen, weder als Partei noch als Gesellschaft, weil es da eine Partei gibt, die ihre Führungsfragen nicht geklärt hat, wo einer den anderen anmotzt die ganze Zeit und wir nicht zum Arbeiten kommen.“

Die CDU müsse Merkel bei ihrer Führungslosigkeit und Orientierungslosigkeit die Beine machen, so Kühnert.

Ziemiak sieht die Probleme in der CDU auch: „Mit dem Umgang und Anmotzen hat er recht.“ Doch dann setzt er dagegen: „Aber das sind ja die Antworten der SPD auf die Fragen der Zukunft, nämlich Ideen aus der Mottenkiste. Neue Steuern, neue Sozialleistungen.“

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CDU und SPD verlieren immer mehr Wähler. Zuletzt war das vor rund einer Woche deutlich, als in Thüringen die Landtagswahlen stattfanden. Ohne Linke oder AfD ist in Thüringen keine Mehrheit möglich.

Mit wem koalieren? Darüber sind sich Politiker innerhalb der CDU nicht einig. Während Ziemiak sagt, dass die Christdemokraten weder mit der Linken noch mit der AfD koalieren wollen, nennt Michael Heym die AfD eine konservative Partei und schließt eine Zusammenarbeit nicht aus. Ist das ein Blick in die Zukunft, fragt Anne Will Grünen-Politikerin Marina Weisband.

„Ich hoffe nicht. Wir müssen diese Situation offensichtlich unter Kontrolle kriegen“, so die 32-Jährige. Das Problem: „Wenn wir nicht über die Themen sprechen, über die wir dringend sprechen müssen - Rente, Bildung, Pflegenotstand - dann fallen Menschen auf die einzigen Leute rein, die irgendwelche populistischen Antworten und irgendeine blöde gesellschaftliche Vision aus den 50er Jahren haben, die es nie gegeben hat, und sagen, das sind die Schuldigen.“

+++ Anne Will: Als ein Gast DAS sagt, reagiert die Moderatorin schockiert +++

Grünen-Politikerin: Als sie DAS sagt, applaudiert das Publikum

Es gebe nur wenig, was dem entgegenzusetzen sei, sagt Weisband weiter. Sie schließt alle großen Parteien ein, als sie sagt: „Alles, was wir tun, ist immer nur zu sagen: Die AfD ist schlecht. Wir sollten uns nicht an der AfD abarbeiten, sondern Antworten entwickeln, die die AfD obsolet machen.“ Das Publikum, das zuvor weitgehend ruhig war, beginnt zu applaudieren.

Marina Weisband: „In dieser Zeit des Umbruchs brauchen wir Menschen, die in neuen Bahnen denken.“

Die ganze Folge Anne Will kannst du in der ARD Mediathek anschauen.

 
 

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