Vorwurf der Terror-Hilfe: Arabische Länder kappen Kontakt zu Katar

Das Diplomatenviertel von Doha, der Hauptstadt von Katar.
Das Diplomatenviertel von Doha, der Hauptstadt von Katar.
Foto: Fadi Al-Assaad / REUTERS
Mehrere arabische Staaten werfen Katar Unterstützung von Terrorismus vor. Sie entschlossen sich daher nun zu einem radikalen Schritt.

Dubai.  Mehrere Länder der arabischen Welt haben ihre Verbindungen zu Katar gekappt. Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain werfen dem reichen Golfstaat Unterstützung des Terrorismus vor und haben ihr Vorgehen untereinander abgestimmt. Sie stoßen sich daran, dass Katar die islamistische Muslimbruderschaft fördert.

Außerdem wird der Golfstaat beschuldigt, Pläne des Erzrivalen Iran zu unterstützen. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain kündigten am Montag an, die Verkehrsverbindungen nach Katar einzustellen. Bürger aus Katar hätten nun zwei Wochen Zeit, die drei anderen Golfstaaten zu verlassen.

Saudi-Arabien: Katar verbreitet Botschaften von Terrorgruppen

In einer Erklärung der staatlichen saudiarabischen Nachrichtenagentur SPA hieß es, Katar verbreite die Botschaften zahlreicher Terrorgruppen über seine Medien. Dazu zählten neben der Muslimbruderschaft auch Al-Kaida und die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS). Damit solle die Stabilität in der Region gestört werden. Die staatliche Nachrichtenagentur Ägyptens warf Katar einen gezielten Plan vor, der sich gegen die Einheit der arabischen Welt richte. (rtr)

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