Antisemitischer Angriff in Berlin: Kippa kommt ins Museum

Antisemitische Attacke in Berlin – das Opfer filmt alles

Antisemitische Attacke: Ein Mann hat in Berlin mit einem Gürtel einen Kippa tragenden Israeli geschlagen. Das Opfer filmte die Tat – das Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus hat das Video veröffentlicht.

Antisemitische Attacke: Ein Mann hat in Berlin mit einem Gürtel einen Kippa tragenden Israeli geschlagen. Das Opfer filmte die Tat – das Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus hat das Video veröffentlicht.

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Im April war ein junger Israeli wegen einer Kippa antisemitisch beleidigt und angegriffen worden. Das Jüdische Museum reagiert darauf.

Berlin.  Die jüdische Kopfbedeckung, die im Mittelpunkt des antisemitischen Angriffs Mitte April in Berlin stand, kommt ins Museum. Die Kippa, wegen der ein junger Israeli von einem 19-jährigen Syrer angegriffen und beleidigt worden war, wird von diesem Donnerstag an im Jüdischen Museum Berlin ausgestellt.

„Die Kippa des Anstoßes“ – unter diesem Namen wird die Bedeckung präsentiert. Auch die Hintergründe der Solidaritätskundgebung „Berlin trägt Kippa“ vom 25. April sollen dargestellt werden, wie eine Museumssprecherin erklärte.

Museum will auf aktuelle Ereignisse reagieren

Mit einer eigens eingerichteten Vitrine, in der nun als erstes die Kippa ausgestellt wird, will das Museums in Zukunft schneller auf aktuelle Ereignisse reagieren. In der neuen Dauerausstellung, die Ende 2019 eröffnet werden soll, werde Religion ein stärkeres Gewicht bekommen, sagte Museumsdirektor Peter Schäfer der Deutschen Presse-Agentur. Gleich zu Beginn werde das Wort stehen in Gestalt der Tora, die die heiligen Schriften der Juden versammelt.

Merkel verurteilt antisemitischen Angriff in Berlin

Der Kampf gegen antisemitische Ausschreitungen müsse gewonnen werden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Zuvor hatte in Berlin eine Gruppe von drei Personen zwei Kippa tragende Juden beleidigt und angegriffen.
Merkel verurteilt antisemitischen Angriff in Berlin

Die erste Dauerausstellung im Museumsbau des Architekten Daniel Libeskind war Ende 2017 nach 15 Jahren geschlossen worden. Insgesamt hatten die Schau über 2000 Jahre deutsch-jüdische Geschichte mehr als 11 Millionen Menschen gesehen. (dpa)

 

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