Annegret Kramp-Karrenbauer: Dieser Plan hat drastische Auswirkungen für Millionen

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Dieser Plan kann sich auf das Leben Millionen junger Menschen auswirken.

CDU-Chefin und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer setzt sich derzeit dafür ein, eine allgemeine Dienstpflicht für Schulabgänger einzuführen - acht Jahre, nachdem die Wehrpflicht in Deutschland abgeschafft wurde.

Annegret Kramp-Karrenbauer: Dienstpflicht – oder doch freiwillig?

Die Idee stößt auch in der eigenen Partei auf Skepsis. Denn nach Experteneinschätzung wäre eine allgemeine Dienstpflicht ohne eine Änderung des Grundgesetzes nicht möglich.

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Wenn Bundestag und Bundesrat das Grundgesetz ändern wollen, ist allerdings eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Und DIE ist äußerst unwahrscheinlich.

Annegret Kramp-Karrenbauer verteidigt indes ihren Vorstoß. Zum Auftakt eines sogenannten Werkstattgesprächs zu einer allgemeinen Dienstpflicht ließ die CDU-Chefin am Donnerstag in Berlin allerdings offen, ob diese Dienstzeit verpflichtend oder freiwillig sein sollte. Wenn es freiwillig sein sollte, müsse man auch darüber nachdenken, mit welchen Anreizen diese Freiwilligkeit gefördert werden und was das kosten würde, machte sie deutlich.

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Annegret Kramp-Karrenbauer: „Was hält unsere Gesellschaft eigentlich zusammen?“

Letztlich gehe es um die Bindung des Bürgers an den Staat. Angesichts des Ansteigens der Zahl der Populisten müsse man sich auch die Frage stellen: „Was hält unsere Gesellschaft eigentlich zusammen? Gibt es überhaupt noch einen Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält?“

Bei ihrer Zuhörtour in den CDU-Gliederungen sei in keinem Fall in Frage gestellt worden, dass auch Frauen in dieses Dienstjahr mit einbezogen werden müssten, sagte Kramp-Karrenbauer. Darüber hinaus stelle sich im Werkstattgespräch auch die Frage, ob und wie Bürger mit Migrationshintergrund einbezogen werden sollten. Frankreich habe bei seiner Dienstzeit gerade auch den Bereich der Integration im Blick, sagte sei.

Von dem Werkstattgespräch erhoffe sie sich eine belastbare Grundlage, um damit noch in dieser Legislaturperiode „zielführende politische Diskussionen“ führen oder das Thema in ein Wahlprogramm aufnehmen zu können, sagte die CDU-Chefin.

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„Warum Arbeitsbedingungen verbessern?“

Die Idee von Annegret Kramp-Karrenbauer sorgt in den sozialen Medien für ein sehr gespaltenes Meinungsbild. Viele kritisieren den Plan:

  • Warum Arbeitsbedingungen verbessern, wenn man die Pflegebetriebe auch mit billigen Arbeitssklaven überschütten kann?
  • Dienstpflicht bei der Feuerwehr und im Pflegeheim! Es geht um die Beschaffung billiger Arbeitskräfte, um genau dort Lücken zu stopfen! Was wollt ihr der jungen Generation denn noch alles aufbürden? Rente mit 78 vielleicht! Ist jemand anderer Meinung?
  • Wenn sie so weitermacht, sollte man über ein Dienstverbot für AKK nachdenken.

Manche sehen es anders: „Also was da AKK vorgeschlagen hat, finde ich super. Ich musste mich auch entscheiden, ob ich zur Bundeswehr oder Zivi leiste. Es hat mir nicht geschadet“, schreibt ein Nutzer etwa. (pen, dpa)

 
 

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