Annegret Kramp-Karrenbauer bekommt neues Amt und sorgt für Ärger – jetzt schaltet sich sogar Anne Will ein

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).
Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).
Foto: dpa

Manchmal wird Annegret Kramp-Karrenbauer (56) zu „Putzfrau Gretl“. Dann steht sie da, in Kittelschürze und mit Besen in der Hand, um lustig zu sein.

Wegen ihrer Auftritte im Karneval als Putzfrau wird die CDU-Vorsitzende und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer jetzt vom Bund Deutscher Karneval (BDK) zur ersten Sonderbotschafterin ernannt.

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Annegret Kramp-Karrenbauer: „Mutig, ironisch, schlagfertig“

Bei einer Jubiläums-Gala zu 66 Jahren BDK am 21. September in Cottbus soll die Saarländerin den „Goldenen Ehrenring“ erhalten, wie BDK-Präsident Klaus-Ludwig Fess am Dienstag sagte.

Annegret Kramp-Karrenbauer habe „über Jahre hinweg eine Rolle auf der närrischen Bühne übernommen“, heißt es in der Begründung des Präsidiums. Und weiter: „Mutig, ironisch, schlagfertig und sich selbst nicht schonend hat sie in bester karnevalistischer Manier Zeitkritik geübt“. Kramp-Karrenbauer werde den Preis persönlich entgegennehmen, sagte Fess.

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Annegret Kramp-Karrenbauer: Massive Kritik wegen Karnevalswitz

In den sozialen Medien sorgte die Nachricht für Irritation – und teilweise für Verärgerung. Denn Kramp-Karrenbauer war im Frühjahr ausgerechnet wegen ihrer Karnevals-Auftritte massiv in die Kritik geraten.

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Grund war ein Witz über die Einführung von Toiletten für das dritte Geschlecht. Kramp-Karrenbauer wurde Diskriminierung vorgeworfen.

In einer Fastnachtsrede im Baden-Württemnbergischen Stockach hatte sie gesagt: „Das ist für die Männer, die noch nicht wissen, ob sie noch stehen dürfen beim Pinkeln oder schon sitzen müssen. Dafür, dazwischen, ist die Toilette.“

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Anne Will schaltet sich ein

Eine Nutzerin kommentierte jetzt via Twitter: „Marginalisierte verarschen soll mutig sein? Nach unten treten ist nicht schlagfertig. Das war bestimmt nicht ironisch, das war die Zurschaustellung ihrer Intoleranz.“

Auch Prominente äußerten sich. So stellte Moderatorin Anne Will unter dem Hashtag #drittesGeschlecht via Twitter eine Frage, die wohl als rhetorisch gelten kann: „Welche auszeichnungswürdige 'Zeitkritik' ist genau gemeint?“ (pen/dpa)

 
 

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