Annegret Kramp-Karrenbauer: ZDF-Moderator mit provokanter Frage – AKK reagiert mit klarer Ansage Richtung Grüne

Im ZDF-Sommerinterview fordert die CDU-Vorsitzende Annegret Kamp-Karrenbauer jetzt einiges ab von den Grünen.
Im ZDF-Sommerinterview fordert die CDU-Vorsitzende Annegret Kamp-Karrenbauer jetzt einiges ab von den Grünen.
Foto: imago images/Arnulf Hettrich

Das ZDF hat wieder mit seinen traditionellen Sommerinterviews in der parlamentarischen Sommerpause begonnen. Den Auftakt macht CDU-Vorsitzende Annegret Kamp-Karrenbauer. In den letzten Monaten wurden ihre Aussagen immer wieder heiß diskutiert – sie wurde teilweise regelrecht zerissen. Doch in dem Interview zeigt sie sich als Teamplayerin und mit starkem Selbstbewusstsein, was den Grünen eine ordentliche Ansage beschert.

Annegret Kamp-Karrenbauer fordert jetzt von den Grünen

Der ZDF-Moderator Theo Koll zitiert den Satz von CDU-Politiker Friedrich Merz: „Jede 90 Sekunden verliebt sich ein deutscher Journalist in Robert Habeck.“ Da muss AKK schmunzeln und gibt die Frage zurück an den Journalisten. Doch dann kommt die Ansage: Die Grünen wären aus ihrer Sicht gerade in einer Komfortposition, weil das Thema überhaupt – die Klimapolitik – ihrer Kompetenz entspricht.

Klimakonzepte sollen im September kommen

Doch mit dem Vorhaben, im September mehrere Klimakonzepte den Bürgern vorzulegen, kommt auch ihre Forderung von den Grünen. Sie müssen dann als Expertenpartei beweisen, wie viel „grün“ in ihnen steckt – vor allem auch, wie sie die Kosten der Klimaziele auf die Bürger gerecht verteilen wollen. Kramp-Karrenbauer will für die Klimakonzepte aktiv auf die anderen Parteien zugehen und mit ihnen zusammen einen sozial stabilen Plan ausarbeiten. Spätestens dann müssten die Grünen liefern.

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Nicht nur das Thema Klimaschutz kam im Sommerinterview auf die Tagesordnung. Auch das Geschacher um die EU-Posten wurde angesprochen.

Die Frage nach der EU-Kommissionsleitung

„Ich persönlich habe für das Spitzenkandidatenkonzept um Manfred Weber gekämpft“, beginnt sie ihre Begründung zum neuen Vorschlag von Ursula von der Leyen als neue EU-Kommissionspräsidentin. AKK befürwortet zwar den Vorschlag und die Deutschen sollten sich doch freuen, aber ein Hindernis bleibt: Die SPD hat von der Leyen als Kandidatin abgelehnt. Diese Einstellung wird für die CDU-Vorsitzende in der Groko eine Doppelbelastung.

Hält sie die Groko noch für stabil?

Sie kritisiert damit die SPD als Regierungspartei. Deutschland sei auf die starke Kraft des Europäischen Parlaments angewiesen und diese Entscheidung würde auch das Vertrauen der Bürger in die Groko schwächen. Zur Frage, ob die Koalition damit noch bis Weihnachten bestehen bleibt, gibt es nur eine klare Antwort: „Ich schließe das aus, wenn es um die Rolle der CDU geht.“ Es liege dann daran, wer in der SPD demnächst die Verantwortung träge. (el)

 
 

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