Anne Will: Als AfD-Chef Alexander Gauland das sagt, platzt einem Gast der Kragen

Nach den Wahlen in Sachsen und Brandenburg wurde bei "Anne Will" diskutiert.
Nach den Wahlen in Sachsen und Brandenburg wurde bei "Anne Will" diskutiert.

Für Alexander Gauland ist die Sache klar: Die Medien sind am zweifelhaften Ruf der AfD schuld.

„Wenn immer wieder gesagt wird, in der AfD seien Rechtsextreme, dann denken die Leute, da muss was dran sein“, erklärte der AfD-Co-Chef bei Anne Will in der ARD am Sonntagabend.

Anne Will hatte zuvor Umfrage-Ergebnisse aufgelistet: Demnach finden 77 Prozent der AfD-Wähler in Sachsen, die Partei distanziere sich nicht ausreichend von rechtsextremen Positionen.

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Anne Will: Sachsen-Wahl war das große Thema

Natürlich waren die Ergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg Thema der Talksendung am Sonntagabend.

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"Anne Will" nach der Sachsen-Wahl - das sind die Gäste:

  • Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern
  • Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt
  • Robert Habeck (Grüne), Parteivorsitzender der Grünen
  • Alexander Gauland (AfD), Fraktionsvorsitzender der AfD
  • Martin Machowecz, Leiter des "Zeit"-Büros in Leipzig
  • Melanie Amann, Journalistin bei „Der Spiegel"

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In der Öffentlichkeit sei ein falscher Eindruck entstanden, was seine Partei betreffe, sagte Gauland - und nannte die AfD die neue bürgerliche Partei.

"Ihre Spitzenleute sind mit Rechtsextremen marschiert"

Da platzte Manuela Schwesig der Kragen. Sie unterbrach Gauland: „Die AfD ist mitnichten eine bürgerliche Partei. Ihre Spitzenleute in Brandenburg sind mit Rechtsextremen marschiert“, hielt sie dem AfD-Mann entgegen.

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Schwesig spielte vor allem auf den brandenburgischen AfD-Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz an, der enge Verbindungen zu Neonazis hat.

AfD in der ewigen Opferrolle

Erst vor wenigen Tagen gab es einen Bericht über einen Ausflug von Kalbitz mit 13 Neonazis nach Athen, wo die Gruppe eine riesige Hakenkreuzfahne hisste. Für Alexander Gauland kein Thema: „Andreas Kalbitz ist kein Rechtsextremer.“ Punkt.

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Überhaupt sei es unfair, dass man der AfD immer abspreche, eine demokratische Partei zu sein, so Gauland - der, wie schon oft zuvor, die AfD in eine Opferrolle hineinredete. Grünen-Co-Chef Robert Habeck kommentierte: „Jetzt mal keine Wehleidigkeit, Herr Gauland.“

 
 

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