Annalena Baerbock: Außenministerin überrascht – DAMIT haben die Hetzer nicht gerechnet

Annalena Baerbock auf ihrer ersten Dienstreise als Außenministerin.
Annalena Baerbock auf ihrer ersten Dienstreise als Außenministerin.
Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Olivier Hoslet

Während andere neue Ministerinnen und Minister zuerst ihr Büro einrichten, legt die neue Außenministerin Annalena Baerbock los wie die Feuerwehr!

Schon wenige Stunden nach der Vereidigung und der Amtsübergabe mit Ex-Außenminister Heiko Maas, saß Annalena Baerbock im Flieger. Sofort wird ihr Doppelmoral vorgeworfen, doch ihre Kritiker haben mit einer Sache nicht gerechnet!

Annalena Baerbock: Cleverer Schachzug lässt Kritiker verstummen

Zuerst ging es mit dem Luftwaffen-Airbus nach Paris. Zur ersten Dienstreise traf sie sich mit ihrem französischen Kollegen Yves Le Drian, der sie recht herzlich in Empfang nahm.

Die beiden Außenminister sprachen über einen möglichen diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele in China und streben hier eine europäische Lösung an. „Wenn eine Frau solche Vorwürfe erhebt, dann muss das auch im internationalen Kontext Gehör finden“, sagte Baerbock in Anspielung auf die chinesische Tennisspielerin Peng Shuai an, die nach Vergewaltigungsvorwürfen gegen einen Parteifunktionär unter Druck gesetzt worden war.

Annalena Baerbock warnt Russland vor Konsequenzen

Außerdem warnten sie Russland vor einen Angriff auf die Ukraine. „Russland würde einen hohen politischen und wirtschaftlichen Preis für eine erneute Verletzung der ukrainischen Staatlichkeit zahlen“, drohte Baerbock.

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Mehr über Annalena Baerbock:

  • Die 40-Jährige ist die erste Außenministerin Deutschlands.
  • Nach Joschka Fischer ist sie das zweite Mitglied der Grünen in diesem Amt.
  • Zuvor war die Co-Vorsitzende der Grünen die erste Kanzlerkandidatin ihrer Partei.
  • Sie ist verheiratet und Mutter zweier Töchter.

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Kritiker ätzen wegen Flugreise, doch dann nimmt Baerbock den Zug

Weil Baerbock mit dem Luftwaffen-Flieger aus Berlin nach Paris angereist war, ätzten sofort ihre Kritiker im Netz. Von grüner Doppelmoral war die Rede, weil sie innereuropäisch geflogen ist und damit viele Treibhausgase verursachte. „Wasser predigen und selber Wein trinken“, hieß es beispielsweise im Netz.

Doch mit einem geschickten Schachzug ließ Baerbock gleich am zweiten Tag ihrer Amtszeit die Hetze verstummen und stärkte ihre Klima-Glaubwürdigkeit.

Für ihre Fahrt nach Brüssel, ihre zweite Station, nutzte Baerbock ganz klimaschonend den Zug! Am Bahnhof Nord in Paris stieg sie in den Thalys in Richtung Belgien ein. Da hatte niemand mehr etwas zu meckern.

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In Brüssel traf sie sich mit dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell sowie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Am Freitag wird Baerbock nach Warschau weiter reisen. Mit welchem Verkehrsmittel ist noch unbekannt.

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