Merkel bei Putin: Krasser Verdacht! Geht's beim Geheimgespräch um den dritten Weltkrieg?

Wladimir Putin und Angela Merkel treffen in Moskau aufeinander
Wladimir Putin und Angela Merkel treffen in Moskau aufeinander
Foto: dpa

Auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wartet eine heikle Mission: Am Samstag trifft sie in Moskau auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Begleitet wird sie von Außenminister Heiko Maas (SPD). Das Treffen mit Putin findet hinter verschlossenen Türen statt. Über die Inhalte lässt sich nur spekulieren - und verschiedene deutsche Medien machen das auch.

Thema sei die aktuelle Entwicklung im Nahen Osten, teilte die Pressestelle des russischen Präsidialamts immerhin mit. Details: keine. Das Gespräch zwischen Angela Merkel und Wladimir Putin war ursprünglich geplant, um im Ukraine-Konflikt und in der Krise in Libyen zu schlichten, bislang war von einem „Arbeitsmittagessen“ die Rede.

Angela Merkel trifft Wladimir Putin: Angst vor einem dritten Weltkrieg?

Nun aber bekomme der Besuch in Moskau durch den US-Schlag gegen Irans Terror-General Ghassem Soleimani ganz neue Brisanz, mutmaßt die „Bild“-Zeitung. Schließlich bestehe die Angst weltweiter Racheakte des Iran.

Und so könnte statt den Themen Ukraine und Libanon sogar die Gefahr eines möglichen dritten Weltkriegs auf die Tagesordnung gelangen. Die könnte real werden, wenn es anlässlich des Iran zur direkten Konfrontation zwischen Russland und den USA käme.

Putin könne auch im Iran-Konflikt eine Schlüsselrolle zukommen, schreibt die „Bild“. Er half dem Staat bereits beim Ausbau von Atom- und Raketenprogrammen, die Europa und Amerika bedrohen. Zudem rüstete er Terrormilizen wie die Hisbollah im Kampf gegen USA, Israel, Saudi-Arabien aus. Auch im Irak könne Russland jetzt vom Zorn profitieren, den der Tod von General Soleimani ausgelöst hat, spekuliert die „Bild“.

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Merkel und Maas wollen Putin davon abhalten. Andere Politiker geben ihnen Ähnliches mit auf den Weg. Elmar Brok (CDU) sagte: „Moskau muss aus diesem Konflikt militärisch herausgehalten werden. Dann wird es auch der Iran nicht wagen, im Irak die Lage weiter zu eskalieren. Niemand – auch Moskau nicht – könne jetzt ein Interesse daran haben, dass es im Irak zu einer direkten Konfrontation zwischen Russland und den USA komme.

Und Norbert Röttgen (ebenfalls CDU), Vorsitzender im Auswärtigen Ausschuss, sagt: „Vor allem bilden Russland und Iran in Syrien eine Kriegsallianz. Russland hat dadurch Macht gewonnen, aber auch Iran braucht Russland. Darum hat Putin Einfluss auf die Führung in Teheran.“

Stellt sich nur die Frage, wieviel Einfluss Merkel und Maas auf Putin haben. (jds)

 
 

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