Angela Merkel hält Neujahrsansprache – dabei äußert die Kanzlerin einen wichtigen Wunsch

Bundeskanzlerin Angela Merkel plädierte in ihrer Neujahrsansprache für mehr Zusammenhalt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel plädierte in ihrer Neujahrsansprache für mehr Zusammenhalt.
Foto: dpa

2018 war ein turbulentes Jahr für Angela Merkel (64). Die Bundeskanzlerin stellte ihr Amt als Parteivorsitzende der CDU zur Verfügung und teilte mit, dass sie für eine weitere Amtszeit als Kanzlerin nicht zur Verfügung steht.

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Angela Merkel fordert mehr Zusammenhalt in ihrer Neujahrsansprache

Zum Jahreswechsel hat Angela Merkel nicht nur innerhalb der deutschen Bevölkerung zu mehr Zusammenhalt aufgerufen. Ihr Appell richtete sich auch ans Ausland. „Die Herausforderungen unserer Zeit werden wir nur meistern, wenn wir zusammenhalten und mit anderen über Grenzen hinweg zusammenarbeiten“, so die Bundeskanzlerin in ihrer Neujahrsansprache.

In diesem Zusammenhang nannte sie den Klimawandel, die Migration und den Kampf gegen den internationalen Terrorismus als wichtigste Themen.

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Merkel beklagt vergessene Lehre

Im eigenen Interesse könne man all diese Fragen am besten lösen, „wenn wir die Interessen anderer mitbedenken“, sagte Merkel in ihrer vorab veröffentlichten Ansprache. Das sei die Lehre aus den beiden Weltkriegen im 20. Jahrhundert.

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Die Regierungschefin beklagte, dass diese Überzeugung heute nicht mehr von allen geteilt werde. Gewissheiten der internationalen Zusammenarbeit würden unter Druck geraten. Merkel kündigte an, dass sich Deutschland mit der Übernahme eines Sitzes im UN-Weltsicherheitsrat am 1. Januar für globale Lösungen einsetzen werde.

Streit mit Seehofer – Kanzlerin gibt sich einsichtig

Die Kanzlerin ging in ihrer Neujahrsansprache auch auf die langwierige Regierungsbildung nach der Bundestagswahl im September 2017 und den heftigen Streit zwischen ihr und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) im Sommer in der Flüchtlingspolitik ein.

„Ich weiß, viele von Ihnen haben sehr mit der Bundesregierung gehadert“, sagte sie. Es habe viel „Beschäftigung mit uns selbst“ gegeben.

Merkel spricht von Neubeginn

Ihre Ankündigung von Ende Oktober, sich vom CDU-Parteivorsitz zurückzuziehen, bezeichnete Merkel als „Neubeginn“, den sie selbst eingeleitet habe. „Die Demokratie lebt vom Wechsel, und wir alle stehen in der Zeit“, sagte sie. Merkel dankte zum Jahresende zudem Polizisten, Soldaten, Rettungskräften und den Menschen, die sich in Krankenhäusern und in der Pflege um andere kümmern.

Als weitere politische Handlungsfelder im Inland nannte sie die Digitalisierung und den Wunsch nach gleichwertigen Lebensverhältnissen in Stadt und Land. Dabei ringe man um die besten Lösungen in der Sache, sagte Merkel und ergänzte: „Immer häufiger aber auch um den Stil unseres Miteinanders, um unsere Werte.“ Konkret nannte sie dabei Offenheit, Toleranz und Respekt. (dpa/ak)

 
 

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