Angela Merkel spöttelt über US-Präsident Donald Trump – Journalisten lachen laut los

Foto: Screenshot Phoenix

Es ist eine Tradition in der Bundesrepublik: Seit Konrad Adenauer stellt sich der jeweilige Bundeskanzler in der Sommer-Pressekonferenz der Hauptstadtpresse.

Angela Merkel steht am Freitagmittag den Journalisten ganze 90 Minuten Frage und Antwort. Das Coronavirus ist auch hier das dominierende Thema, doch es gibt auch ziemlich persönliche Fragen an sie.

Angela Merkel auf der Sommer-Pressekonferenz: „Naja, ich sitze ja noch hier“

Kanzlerin Merkel sagt zu Beginn: „Das Virus ist eine demokratische Zumutung.“ Sie geht davon aus, dass es ihre Arbeit im Herbst und Winter weiter bestimmen werde.

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An ihrer vorsichtigen Coronavirus-Linie hält sie konsequent fest: „Es ist unverändert ernst. Nehmen Sie es auch weiterhin ernst.“ Für Merkel als Kanzlerin sei es nun wichtig, dass die Kinder „nicht die Verlierer der Pandemie werden“. Auch das Wirtschaftsleben müsse am Laufen erhalten werden.

Auf die Frage, wieso sie ihren berühmten „Wir schaffen das“-Satz aus der Flüchtlingskrise nicht auch in der Corona-Krise wiederholt habe und wer oder was sie seit 2015 geschafft habe, entgegnet Merkel grinsend: „Naja, ich sitze ja noch hier.“ Und zum Satz: Jede Krise habe ihre „eigene Sprache“.

Kanzlerin Angela Merkel auf der PK: Sie wurde „mehrere Male“ auf das Coronavirus getestet

Eine weitere Frage bezieht sich darauf, wie oft sich Angela Merkel bisher selbst auf das Coronavirus testen ließ. Die Kanzlerin umgeht eine direkte Beantwortung, erinnert aber an ihre 14-tägige Quarantäne-Zeit im Frühjahr, als es bei ihr einen Corona-Verdacht gab. Sie habe erlebt, wie anstrengend es sei, 14 Tage daheim zu bleiben und sei damals „mehrere Male“ getestet worden - negativ.

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Bundeskanzlerin Merkel spöttelt über US-Präsident Donald Trump: „Was hätte er?“

Doch es geht nicht nur um Corona. Eine Journalistin fragt nach einem Satz des ehemaligen US-Botschafters Richard Grenell. Der Trump-Vertraute behauptet, der US-Präsident habe Angela Merkel mit seinen Verhandlungsfähigkeiten „verzaubert“. Ob das denn stimme?

Kaum verwunderlich scheint Angela Merkel die seltsame Behauptung nicht richtig verstanden zu haben: „Was hätte er, mich ...?“ Die Journalist wiederholt: „Verzaubert". Daraufhin bemerkt Merkel trocken und vielsagend: „Achso ...“ Der ganze Saal der Bundespressekonferenz lacht, auch Merkel kann sich ein Grinsen nicht verkneifen.

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Das ist Bundeskanzlerin Angela Merkel:

  • Angela Dorothea Merkel ist 66 Jahre alt.
  • Seit 2005 ist sie im Amt als Bundeskanzlerin, im kommenden Jahr will sie abtreten.
  • Die Physikerin wuchs in der DDR auf und begann ihre politische Karriere zur Wendezeit im neu gegründeten "Demokratischen Aufbruch"
  • Kurz überlegte sie 1989 in die SPD einzutreten. Letztlich wurde sie aber CDU-Vorsitzende.

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Dann wechselt sie aber wieder in ihre diplomatische Rolle als Bundeskanzlerin: „Ich berichte ja nicht aus internen Gesprächen.“ Deshalb wolle sie das nicht kommentieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel muss persönliche Frage beantworten – doch macht das nur ungern

Ein Journalist fragt Angela Merkel dann nach ihren Plänen für den Ruhestand. Ob sie denn immer noch eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn plane? Diese Frage scheint der Kanzlerin jedoch nicht in den Kram zu passen. Noch ist sie schließlich ein gutes Jahr im Amt.

Merkel erklärt, sie sei voll beschäftigt mit der „Ist-Zeit“ und es sei jetzt nicht die Zeit, solche Reisen zu buchen. Und ansonsten werde sie „jetzt erstmal arbeiten und dann wird sich was finden". Sie sei „optimistisch“, dass ihr was einfalle.

Eine andere Journalistin will noch wissen, ob Merkel mit Wehmut in ihr letztes Amtsjahr gehe. Die Kanzlerin sagt, dass ihr nun vielmehr bewusst sei, dass „jeder Tag jetzt sehr zählt“. Ein großes Projekt sei für sie noch die Digitalisierung Deutschlands voranzubringen.

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