Angela Merkel: FDP macht Corona-Kehrtwende und fordert plötzlich DAS von der Kanzlerin

Nicht nur Corona: das waren die größten Epidemien der Menschheit
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Die FDP dreht und wendet sich in der Corona-Krise. Nach der dramatischen Video-Botschaft von Angela Merkel am Samstag motzte FDP-Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki noch, dass sie Deutschland in Angst und Schrecken versetze und kritisierte ihre Aufforderungen, wie sich die Menschen verhalten sollen. Das könne sie nicht einfach anordnen (siehe Erstmeldung unten).

FDP-Chef Christian Lindner forderte noch vor wenigen Tagen in der Sendung „Bericht aus Berlin“, man solle die Corona-Lage „nicht überdramatisieren“. Schon im Frühjahr kritisierte er, die Bundesregierung kommuniziere mit den Bürgern belehrend wie mit Kindern. FDP-Generalsekretär Volker Wissing sagte vor nicht mal einem Monat, er sehe „keine bedrohliche Lage“ und Deutschland solle endlich zu „verfassungskonformen Zuständen zurückkehren“.

Am Donnerstag meldete das RKI dann 11.287 Neuinfektionen – und plötzlich fordert Wissing über seine Twitter-Seite: „Vielleicht wäre es an der Zeit, dass sich Bundeskanzlerin Merkel in einer Fernsehansprache direkt an die Bürgerinnen und Bürger wendet. Wenn das keine Situation ist, die eine öffentliche Ansprache rechtfertigt, was dann?“

Auf die Widersprüche und die Kubicki-Kritik an ihrer Videobotschaft vom Samstag hingewiesen, antwortet er: „Sie hat einen Podcast herausgegeben, aber das alleine reicht meines Erachtens nicht. Die Bundesregierung sollte alle zur Verfügung stehenden Kanäle nutzen, um die Bürgerinnen und Bürger zu informieren und zu überzeugen.“

Christian Lindner verbreitet ebenfalls ganz neue Töne und verlangt nun von Merkel eine Regierungserklärung im Bundestag. Die Corona-Lage sei „besorgniserregend“.

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Angela Merkel: Kubicki schießt gegen Kanzlerin – „Verzweiflungstat“

Erstmeldung vom 20. Oktober 2020

Wolfgang Kubicki (FDP) wird deutlich. Wenn er auf dem Stuhl des Bundestagspräsidenten sitzt, muss er neutral sein. Ansonsten äußert der Liberale mit klarer Kante seine Meinung – und wettert nun gegen Kanzlerin Angela Merkel.

Der gebürtige Braunschweiger, der gerne mal auf ironische Bemerkungen setzt, mit seinen Äußerungen aber auch gern mal übers Ziel hinaus schießt und damit auch in der eigenen Partei nicht unumstritten ist, findet harte Worte über die Corona-Politik von Kanzlerin Angela Merkel.

Angela Merkel: Bundestagsvize Kubicki attackiert sie wegen Bitte

Im Bild-Talk „Die richtigen Fragen“ geht Bundestagsvizepräsident Kubicki die Kanzlerin scharf an. Merkel hatte zuvor in ihrer wöchentlichen Videobotschaft die Deutschen dazu aufgerufen, freiwillig zu Hause zu bleiben und auf unnötige soziale Kontakte zu verzichten, um die Corona-Infektionsketten zu stoppen. In dem recht dramatischen Video hieß es unter anderem: „Verzichten Sie auf jede Reise, die nicht wirklich zwingend notwendig ist, auf jede Feier, die nicht wirklich zwingend notwendig ist. Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort.“

Kubicki kritisiert Merkel: Sie würde die Bevölkerung „in Angst und Schrecken versetzen“

Für Kubicki ist das ein übertriebener Appell: „Es ist der Aufruf zu einem freiwilligen Lockdown.“ Dabei sei Deutschland, wie auch im Frühjahr, „meilenweit entfernt“ von einer Überlastung des Gesundheitssystems. Merkel solle die Bevölkerung nicht „in Angst und Schrecken versetzen“, sondern sich auf sinnvolle Maßnahmen konzentrieren. Ihr Video nannte er im Bild-Talk eine „Verzweiflungstat“.

+++ Corona-Ticker für Deutschland: Söder warnt vor erneutem Lockdown – und hat jetzt DIESE Forderung +++

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Mehr über Wolfgang Kubicki:

  • Der 68-Jährige ist seit 2017 Bundestagsvizepräsident.
  • Zudem ist er einer der stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzenden.
  • Bekannt wurde Kubicki als langjähriger Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag von Schleswig-Holstein.
  • Der Rechtsanwalt ist in dritter Ehe verheiratet und wohnt in Strande bei Kiel.

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Damit noch nicht genug! Kubicki polterte weiter gegen Merkel: „Die Bürger sollen das tun, was sie für richtig halten. Sie sind zunächst für ihre eigene Gesundheit verantwortlich. Aber die Bundeskanzlerin ist nicht diejenige, die einfach anordnen kann, wie wir uns verhalten sollen. Jeder, der das Gefühl hat, er müsse diesen Worten folgen, soll das tun. Aber jeder, der das Gefühl hat, er kann auch anders weiterleben, sollte dies auch tun.“

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Andreas Scheuer will Merkel verteidigen – das endet hilflos

Verkehrsminister Andreas Scheuer, der ebenfalls Gast der Sendung war, versuchte seine Kanzlerin zu verteidigen. Doch ihm fiel nur ein, dass Kubicki wohl jetzt einen Alu-Hut trage und unterstellte dem 68-Jährigen damit eine Nähe zu Verschwörungstheorien. Kubicki entgegnete: „Wenn das die Ebene ist, auf der wir debattieren, können wir es auch lassen, Herr Scheuer.“

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