Angela Merkel: Eiskaltes Verhalten auf CDU-Parteitag – DAMIT hat niemand gerechnet

Angela Merkel - ihr Weg zur Kanzlerin

Wie Angela Merkel Bundeskanzlerin wurde und welche Krisen sie meisterte, siehst du hier.

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Zum Auftakt des digitalen CDU-Parteitags am Freitag hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Grußwort. Kurz zuvor verabschiedete sich Annegret Kramp-Karrenbauer mit einer emotionalen Ansprache als CDU-Vorsitzende.

Umso mehr überraschte die Reaktion von Kanzlerin Angela Merkel im Anschluss an die AKK-Rede selbst die Hauptstadtpresse.

+++ CDU-Parteitag im Live-Ticker +++

Angela Merkel: Eiskalte Reaktion in ihrer Rede auf CDU-Parteitag – DAMIT war nicht zu rechnen

Annegret Kramp-Karrenbauer war Angela Merkels Wunschnachfolgerin im Amt der CDU-Vorsitzenden und sollte auch als Bundeskanzlerin folgen. Doch die Saarländerin konnte sich nur etwas mehr als zwei Jahre an der Spitze der CDU halten.

Letztlich fehlte ihr der nötige Rückhalt und die Autorität für das Amt, räumte sie offen auf dem CDU-Parteitag ein. Emotional fügte AKK hinzu, dass es sie bis heute schmerze, dass sie die Entscheidung treffen musste, das Amt wieder aufzugeben.

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Mehr über den CDU-Parteitag:

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Angela Merkel: Kein Dankeschön und keine Anerkennung für AKK auf CDU-Parteitag

Möglicherweise ist dieser Rückzug als Parteichefin der Grund, warum Angela Merkel sie für die Zuschauer des Parteitags offen bemerkbar links liegen ließ. Lediglich ein „Liebe Annegret“ war zu Beginn des Grußwortes drin. Danach setzte die Kanzlerin ihre Ansprache fort, ohne auch nur einen einzigen Satz über Annegret Kramp-Karrenbauer fallen zu lassen.

Kein Dankeschön für ihre Arbeit als CDU-Vorsitzende, erst recht keine Anerkennung für ihre Leistungen. Eiskalt ignorierte Merkel die Personalie Kramp-Karrenbauer in ihrer Rede und sprach lieber über ihre eigene Regierungszeit seit 2005.

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Die bisherigen CDU-Vorsitzenden:

  • Konrad Adenauer: bis 1966
  • Ludwig Erhard: 1966-1967
  • Kurt Georg Kiesinger: 1967-1971
  • Rainer Barzel: 1971-1973
  • Helmut Kohl: 1973-1998
  • Wolfgang Schäuble: 1998-2000
  • Angela Merkel: 2000-2018
  • Annegret Kramp-Karrenbauer: 2018-2021

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Selbst Hauptstadt-Journalistinnen zeigten sich überrascht über dieses Verhalten. Miriam Hollstein, Chefreporterin Politik in der Funke Zentralredaktion, findet diese Missachtung von AKK „bemerkenswert unempathisch“. Tina Hassel, Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, stimmte ihr zu.

Verwundert zeigte sich auch Katharina Hamberger, Korrespondentin im Hauptstadtstudio des Deutschlansfunks. Über Twitter schrieb Hamberger: „Kann sein, dass ich es einfach verpasst habe, aber hat Merkel was zu AKK gesagt?“

Offenbar hatte die Kanzlerin schon den Blick auf den Samstag gerichtet. Aufmerksamen Zuhörer fiel nämlich noch etwas auf: Sie wünsche sich, dass ein „Team“ gewählt werde, ließ Merkel wissen. Ein Team? Hinter dieser Bemerkung wird eine leise Wahlempfehlung der Kanzlerin für das Team Laschet-Spahn vermutet. Röttgen und Merz traten als Einzelbewerber an.

Erstaunlich war auch die Location ihrer Rede: Merkel ließ sich live aus dem Bundeskanzleramt zuschalten. Mit dem Staatssymbol des Bundesadlers im Hintergrund hielt die Kanzlerin eine CDU-Rede. Trennung von Partei und Amt sieht anders aus...

 
 

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