AKW-Alarm wegen Flugzeugen offenbar öfter als bisher bekannt

Fachleute sprechen von „Renegade“-Alarm, wenn der Verdacht besteht, dass Terroristen ein gekapertes Flugzeug in ein Atomkraftwerk steuern könnten. Im bild: Das Atomkraftwerk Gundremmingen in Bayern.
Fachleute sprechen von „Renegade“-Alarm, wenn der Verdacht besteht, dass Terroristen ein gekapertes Flugzeug in ein Atomkraftwerk steuern könnten. Im bild: Das Atomkraftwerk Gundremmingen in Bayern.
Foto: Marc Müller / dpa
Anfang März wurden Atomkraftwerke abgeschaltet, weil der Kontakt zu einem Flugzeug abgerissen war. Offenbar kein seltenes Ereignis.

Berlin.  In Deutschland hat es einem Zeitungsbericht zufolge öfter als bisher bekannt Alarm für Atomkraftwerke wegen verdächtiger Flugzeuge gegeben. Allein in den vergangenen fünf Jahren sei achtmal ein sogenannter „Renegade“-Voralarm für Kernkraftwerke ausgelöst worden, berichtete die „Heilbronner Stimme“ am Donnerstag (Bezahlinhalt) unter Berufung auf das Bundesumweltministerium.

„Renegade“-Fälle sind solche, in denen möglicherweise ein Luftfahrzeug aus terroristischen oder anderen Motiven als Waffe verwendet und zum Beispiel auf Atomkraftwerke gesteuert werden könnte.

Diesen Monat hatte die Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken ergeben, dass es solche Alarme für AKW seit 2010 sechsmal gegeben habe. Zuletzt war am 10. März wegen einer Passagiermaschine ein bundesweiter Voralarm ausgelöst worden, da zeitweise kein Funkkontakt bestanden hatte. (dpa)

 
 

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