Aktionsbündnis hält Sicherheitskonferenz für Propagandaveranstaltung

Ein pazifistisches Aktionsbündnis hat die Münchner Sicherheitskonferenz scharf kritisiert. Die Konferenz sei eine reine Propagandaveranstaltung und habe bisher keine Sicherheit gebracht, sagte der Sprecher des Bündnisses, Johannes Jonic, der Nachrichtenagentur dapd.

München (dapd-bay). Ein pazifistisches Aktionsbündnis hat die Münchner Sicherheitskonferenz scharf kritisiert. Die Konferenz sei eine reine Propagandaveranstaltung und habe bisher keine Sicherheit gebracht, sagte der Sprecher des Bündnisses, Johannes Jonic, der Nachrichtenagentur dapd.

Es gebe den Trend, dass sich die Staaten nicht mehr selbst militärisch in Konflikte einmischten, sondern stattdessen neue "Stellvertreterkriege" führten. Als Beispiel nannte Jonic den Bürgerkrieg in Syrien. Dass die syrischen Rebellen vom Westen unterstützt würden, sei kein Geheimnis. "Russland rüstet dagegen die syrische Regierung aus", sagte Jonic. Auch der Mali-Konflikt gehe auf eine Intervention des Westens zurück. Die islamistischen Terroristen hätten ihre Waffen zum größten Teil von der libyschen Armee erhalten, nachdem die NATO diese bekämpft habe.

Die 49. Sicherheitskonferenz wird vom 1. bis 3. Februar veranstaltet. Erwartet werden dazu hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus aller Welt.

Jonic kritisierte, dass die weltweiten Rüstungsausgaben in den vergangenen zwei Jahren um 50 Prozent gestiegen seien. "Im Jahr 2012 entfielen von den 1.738 Milliarden US-Dollar an Rüstungsausgaben 60 Prozent auf die NATO-Staaten", betonte er. Die Sicherheitskonferenz in München trage dazu bei, diese Vorherrschaft der "wirtschaftlichen Machtelite der USA und der NATO" zu festigen.

Aufgrund der aktuellen Krisenherde erwartet Jonic am 2. Februar einen größeren Zulauf zu den Protesten gegen die Konferenz als im vergangenen Jahr. Damals seien etwa 4.500 Demonstranten nach München gekommen. "In diesem Jahr rechnen wir mit 5.000 Plus", sagte der Sprecher des Aktionsbündnisses.

Dem "Aktionsbündnis gegen die sogenannte Sicherheitskonferenz" gehören rund 80 pazifistische Organisationen an.

dapd

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