AfD: Zwei Politiker sorgen jetzt für diese Riesenüberraschung

AfD: Der rechte „Flügel“ und die Parteispitze nähern sich einem Bericht des "Spiegel" zufolge einander an.
AfD: Der rechte „Flügel“ und die Parteispitze nähern sich einem Bericht des "Spiegel" zufolge einander an.
Foto: dpa

Was nicht passt, wird passend gemacht: AfD-Co-Chefin Alice Weidel will jetzt offenbar ein Bündnis mit dem völkisch-nationalistischen AfD-„Flügel“ von AfD-Rechtsaußen Björn Höcke eingehen.

Das berichtet der „Spiegel“.

Die Nachricht verwundert insofern sehr, als Alice Weidel eigentlich mal Björn Höcke aus der AfD werfen wollte: Weidel hatte 2017 ein Parteiausschlussverfahren gegen Björn Höcke angestrebt. Das Thüringer Landesschiedsgericht der AfD lehnte den Ausschlussantrag des Parteivorstandes 2018 ab. Der neue Bundesvorstand verfolgte das Anliegen daraufhin nicht weiter.

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AfD: Alice Weidel und Björn Höcke trafen sich mehrfach

Laut dem Bericht haben sich sich Alice Weidel und Björn Höcke zuvor mehrfach getroffen. Der rechte Verleger Götz Kubitschek soll die Zusammenkünfte vermittelt haben. Kubitschek ist kein AfD-Mitglied, gilt aber als eine Art Vordenker und mindestens Sympathisant des „Flügels“.

Kubitschek vertritt vöklische Positionen, gilt als maßgeblicher Akteur der Neuen Rechten in Deutschland, trat unter anderem auch als Hauptredner der fremdenfeindlichen Pegida auf. >>Nach TV-Ausstrahlung von ARD-Doku über Pegida: Polizei schaltet sich ein

Beobachter glauben, dass die AfD insgesamt weiter noch nach rechts rückt - in die Richtung des rechtsextremen Flügels.

Ein Sprecher von Alice Weidel bestätigte die Treffen, betont aber: „Da ist kein Pakt geschlossen worden.“

Weidel und Höcke hätten einander lediglich ihre jeweiligen Sichtweisen und Standpunkte dargelegt. Weidel sagte: „Aus Gesprächen ein Bündnis zu machen ist Unsinn. Als Fraktionsvorsitzende muss ich immer zum Dialog bereit sein.“

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Es knirscht innerhalb der AfD

Innerhalb der AfD knirscht es derweil gewaltig. Zahlreiche Mandatsträger hatten sich diese Woche kritisch zum „Personenkult“ um Björn Höcke und zu dessen Verbalattacken auf den Parteivorstand geäußert.

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Alice Weidel hatte sich dieser Kritik indes nicht angeschlossen. Stattdessen rief sie gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Jungen Alternative, Damian Lohr, dazu auf, interne Konflikte nicht in die Öffentlichkeit zu tragen. (mit dpa)

 
 

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