„Antideutsch und keine Kinder“: AfD macht Claudia Roth absurde Vorwürfe – und blamiert sich sogar vor den eigenen Wählern

AfD-Mann Petr Bystron hat einen Vergleich zwischen zwei Politikerinnen gepostet. (Archivbild)
AfD-Mann Petr Bystron hat einen Vergleich zwischen zwei Politikerinnen gepostet. (Archivbild)
Foto: Peter Kneffel / dpa

Berlin. Zuletzt hatte sich die AfD mit dem Boykott des sogenannten Hammelsprungs im Parlament blamiert, jetzt folgte die versuchte Diskreditierung der Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Die Grüne). Doch damit hat sich AfD-Mann Petr Bystron ein Eigentor geschossen.

Claudia Roth sei „antideutsch“: AfD-Mann blamiert sich bei Twitter

Bei Twitter greift er Claudia Roth an, weil sie nicht verheiratet ist und keine Kinder hat. Außerdem sei ihre Staatsbürgerschaft „antideutsch“. Grund für diese Litanei ist die erneute Ablehnung von Mariana Harder-Kühnel (AfD) als Bundestagsvizepräsidentin.

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Er vergleicht die beiden Frauen auf einem Plakat miteinander. Und schnell fällt auf, dass seine Einstellung gegenüber Frauen eher antiquitiert ist, gelinde ausgedrückt.

Und das finden auch die Twitter-User, die unter seinem Post fleißig kommentieren.

  • „Dafür, dass in der AfD angeblich „Männer noch Männer“ sein dürfen, habt ihr doch viele männliche Drama-Queens“
  • „Dass ihr nicht verlieren könnt, spricht aus jeder eurer dämlichen Parolen“
  • „Alleine, dass ihr Religion und Drogen als Gründe angebt, zeigt, dass ihr nichts begründen könnt“

Petr Bystron spricht neben dem Familienstand von Claudia Roth auch an, dass sie Drogen konsumiere. Für viele Nutzer kein Problem, wenn es so wäre. Denn viele von ihnen bezweifeln, dass die AfD-Frau Harder-Kühnel noch nie Alkohol oder Kaffee getrunken, geschweige denn geraucht habe. Was alles zwar legale, aber letztendlich trotzdem Drogen sind.

Selbst AfD-Anhänger zweifeln an dem Post bei Twitter

Claudia Roth hatte einmal zugegeben, dass sie in ihrer Jugend Hasch-Kekse gegessen habe. Da der entstandene Rausch ihr aber missfiel, habe sie danach nie wieder illegale Drogen konsumiert.

Für die AfD ist der Post von Bystron ein weiterer Rückschlag. Denn selbst einige AfD-Anhänger zweifeln an dem Vergleich und kommentieren dies auch darunter. Für viele von ihnen sei es kein Argument, dass eine Frau nicht verheiratet ist oder keine Kinder hat. (fb)

 
 

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