AfD macht auf Twitter Stimmung gegen Zuwanderer – doch das Robert-Koch-Institut stellt etwas klar

Die AfD macht auf Twitter Stimmung gegen Zuwanderer - und wird vom Robert-Koch-Institut eingefangen.
Die AfD macht auf Twitter Stimmung gegen Zuwanderer - und wird vom Robert-Koch-Institut eingefangen.
Foto: dpa

Es sind drastische Worte, mit denen die AfD in einem Twitter-Post vor Zuwanderern warnt: „++ Immer mehr TBC durch Zuwanderer in Deutschland! ++ Das Robert Koch-Institut warnt: Die Tuberkulose ist auf dem Vormarsch. Eine akute Gefährdung für die Bevölkerung und immense Kosten für das Gesundheitssystem sind die Folge.“

Die Botschaft soll den Wählern klar machen, dass Zuwanderer die, in Deutschland eigentlich fast ausgerottete, Infektionskrankheit zurück nach Deutschland bringen.

AfD-Vorwürfe haben offenbar Hand und Fuß

Wer einem Link folgt, kann einem Facebook-Post der AfD weitere Details entnehmen. So heißt es dort: „Eigentlich gilt die heimtückische Erkrankung bei uns längst als ausgerottet. Nun ist die hochansteckende Krankheit erneut in den Fokus der Ärzte gerückt. Migranten lassen die Erkrankungszahlen in die Höhe schießen. Vielfach finden sich bei ihnen multiresistente Erreger und zahlreiche offene Lungentuberkulosen.“

Die Vorwürfe haben offenbar Hand und Fuß, bezieht die Partei sich dabei doch auf eine Warnung des renommierten Robert-Koch-Instituts.

Robert-Koch-Institut widerspricht der AfD

Doch das Institut will sich nicht instrumentalisieren lassen - und meldet sich unter dem Twitter-Post der AfD zu Wort: „Das RKI hat nicht gewarnt. Die Zahl der Tuberkulose-Erkrankungen ist 2017 leicht gesunken. Infektionsrisiko innerhalb der All­gemeinbevölkerung ist unverändert sehr gering. Richtig ist, dass TB-Fälle hohen Aufwand für Gesundheitssystem sind und die Mehrzahl nicht in Deutschland geboren ist.“

 
 

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