AfD-Mann über Frauenproblem seiner Partei: „Frauen stehen das weniger gut durch“

AfD: Warum hat die Partei so wenige weibliche Politiker? (Symbolbild)
AfD: Warum hat die Partei so wenige weibliche Politiker? (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Political-Moments

Frauen scheinen sich mit der AfD nicht so gut identifizieren zu können wie Männer – das zeigt beispielsweise ein Blick auf die Wahlergebnisse bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

Nun hat ein AfD-Politiker über das Frauenproblem seiner Partei gesprochen und seine Meinung kundgetan.

AfD und Frauen? Das scheint nicht zu passen

Die AfD und Frauen – das scheint einfach nicht so gut zu passen. So zeigt beispielsweise ein Blick auf die Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, dass die Partei bei Frauen nicht so beliebt ist.

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Das ist die AfD:

  • Die Alternative für Deutschland wurde 2013 als EU-skeptische und rechtsliberale Partei gegründet.
  • Seit der Flüchtlingskrise 2015 ist die Partei ideologisch immer weiter nach rechtsaußen gerückt.
  • Im Jahr 2017 gelang der AfD der Einzug in den Bundestag.
  • AfD-Parteivorsitzende sind derzeit Jörg Meuthen und Tino Chrupalla.
  • Zu den weiteren Spitzenpolitikern der Partei gehören Alice Weidel, Stephan Brandner, Alexander Gauland und Beatrix von Storch.

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Während die AfD im Gesamtergebnis 20,8 Prozent einfuhr, entschieden sich nur 16 Prozent der weiblichen Wähler für die Alternative für Deutschland. Bei den Männern waren es etwa 26 Prozent. Doch warum ist die AfD bei Frauen nicht so beleibt? Dazu hat sich nun Albrecht Glaser geäußert.

AfD-Mann über Frauenproblem seiner Partei

„Natürlich gibt es Zusammenhänge mit politischen Richtungen, Parteien, die sehr exponiert sind, wo man sehr intensiven Diskriminierungen ausgesetzt ist und Frauen tatsächlich anders reagieren als Männer“, so Glaser, der aktuell für die AfD im Bundestag sitzt.

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Frauen würden sich nicht so exponieren und eine eher ausgleichende Art zum Leben haben. Deswegen seien sie in solchen Situation zurückhaltend und vorsichtg. „Ich kenne ja auch Frauen bei uns in der Partei. Das sind immer sehr mutige Frauen, die sich durchaus unterscheiden von der großen Population anderer Frauen“, sagt Glaser weiter. Das sei nicht schön für die AfD. Man freue sich über mutige Frauen.

Aber für ihn ist auch klar, warum die AfD wenige weibliche Politiker habe: „Frauen stehen, das was von uns abverlangt wird, weniger gut durch als Männer. Das heißt eine Selektion durch Aggression.“

Das Problem verdeutlicht auch ein Blick auf die aktuellen Zahlen der Abgeordneten. Die AfD ist die einzige Partei, die weniger als zehn weibliche Abgeordnete im Bundestag hat (neun von insgesamt 88). Selbst die FDP hat immerhin 19 (von insgesamt 80), alle anderen Parteien noch mehr. Nach den Aussagen von Glaser darf aber bezweifelt werden, dass in naher Zukunft deutlich mehr Frauen für die Alternative für Deutschland im Bundestag aktiv sein werden. Ob sich so mehr weibliche Wähler gewinnen lassen, ist wohl eher unwahrscheinlich.