AfD: Peinlicher Patzer bei Auftritt – am Ende muss sogar die Polizei eingreifen

Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz.
Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz.
Foto: Peter Sieben

Die AfD hat im Wahlkampf so viele wilde DDR-Reden gehalten, dass so mancher AfDler schon nicht mehr so genau weiß, wo rechts und links und Ost und West ist.

Bei einer Veranstaltung des rechtsextremen AfD-„Flügels“ im Baden-Württembergischen Albstadt hat das jetzt zu einem peinlichen Patzer geführt.

AfD: Peinlicher DDR-Patzer

AfD-Landessprecher Dirk Spaniel hat Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz als ehemaligen DDR-Bürger vorgestellt – obwohl der 1972 in München geboren worden ist.

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Der permanente Blick nach Osten und in die DDR-Vergangenheit gehört zum neuen Markenkern vor allem des rechten AfD-Flügels. Bei der AfD-Wahlparty nach der Landtagswahl in Thüringen hatten die Parteimitglieder siegestrunken „Ost, Ost, Ostdeutschland“ skandiert, als wäre das eine Art Kampfruf.

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Das ist die AfD:

  • Die Alternative für Deutschland wird 2013 gegründet
  • Unter den Gründungsmitgliedern sind u.a. Alexander Gauland und Bernd Lucke
  • Anfangs ist die Partei eine EU-skeptische rechtsliberale Partei
  • Im Lauf der Jahre entwickelte sich die AfD immer weiter nach rechts
  • Der „Flügel“ der Partei, zu dem u.a. Björn Höcke und Andreas Kalbitz gehören, gilt als rechtsextrem
  • Mehrere ehemals führende Mitglieder sind nicht mehr dabei, u.a. Bernd Lucke und Frauke Petry

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Und das Team um Thüringens Landeschef Björn Höcke hatte die „Wende 2.0“ zu seinem Wahlkampfclaim erklärt. Höcke hatte in seinen Reden immer wieder von der „Friedlichen Revolution“ schwadroniert: Ein historisches Ereignis, das Höcke allenfalls am Fernseher mitverfolgt hat. Denn Björn Höcke ist im westfälischen Lünen geboren worden.

AfD-Leute Andreas Kalbitz und Björn Höcke kommen aus dem Westen

Das DDR-Narrativ hat jetzt offenbar sogar bei den eigenen Parteimitgliedern verfängt - obwohl die es ja besser wissen müssten.

AfD-Mann Andreas Kalbitz musste in seiner Rede klarstellen, dass er eben nicht am eigenen Leib erlebt habe, wozu ein Unrechtsstaat wie die DDR fähig war. Das berichtet der „Zöllern Alb Kurier“.

„Ich würde mich als Wossi bezeichnen, als Wessi, der schon lange im Osten Deutschlands lebt“, sagte Kalbitz demnach.

AfD will Presse draußen haben - dann schreitet die Polizei ein

Vor der Halle, in der der lokale „Flügel“-Ableger sich selbst feierte, kam es zu Protesten. 150 Menschen demonstrierten gegen den Vortragsabend der AfD.

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Wie mehrere Medien berichten, wollte die AfD keine Pressevertreter zulassen: Die Journalisten mussten zunächst draußen bleiben. Die Polizei geleitete die Medienvertreter schließlich doch in die Halle: Es sei eine öffentliche Veranstaltung einer Partei in einer städtischen Halle, da habe die Presse Zutritt, erklärten die Beamten den AfD-Leuten. (pen)

 
 

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