AfD und Hanau: Bekannter Sportkommentator macht Partei heftigen Vorwurf

Robert "Robby" Hunke ist bekannt als Sportreporter für die ARD-Sportschau sowie die Sender DAZN und Eurosport.
Robert "Robby" Hunke ist bekannt als Sportreporter für die ARD-Sportschau sowie die Sender DAZN und Eurosport.
Foto: ARD Sportschau

Robert Hunke gehört zu den bekanntesten Sportkommentatoren in Deutschland. Immer wieder meldet sich der 37-Jährige, der unter anderem für die ARD arbeitet, über Twitter auch gesellschaftspolitisch zu Wort. Wie nun mit einem Statement über die AfD.

Anlass ist der Jahrestag des Anschlags in Hanau. Robert Hunke findet deutliche Worte und sieht die AfD in einer Mitverantwortung für die Morde.

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Der Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020:

  • Zehn Menschen, darunter neun Personen mit Migrationshintergrund, wurden am Abend des 19. Februar 2020 erschossen.
  • Die Tatorte waren zwei Shisha-Bars und ein Lokal im hessischen Hanau.
  • Zuletzt erschoss der Täter Tobias R. seine Mutter und sich selbst.
  • Der Täter hinterließ ein 24-seitiges Manifest, in dem er sein rassistisches und verschwörungstheoretisches Weltbild ausbreitete.

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AfD: Sportkommentator Robert Hunke rechnet mit der Partei ab

Man könne nur hoffen, so Hunke, dass der „brutale, rassistische Anschlag von Hanau eine Zäsur in diesem Land darstellt“. Er wünsche sich mehr Liebe statt Hass – doch ist zugleich pessimistisch, weil es die AfD gibt.

„So lange aber die AfD existiert und ihren vergifteten Müll sät, fällt es mir schwer daran zu glauben“, so eine heftige Aussage über die Partei.

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Die AfD und die Morde von Hanau: Welche Rolle spielte Hetzte gegen Shisha-Bars?

Die Verbindung zwischen den Morden in Hanau und der AfD zieht nicht nur Hunke. In den Sozialen Netzwerken wird der Partei von vielen vorgeworfen, als geistiger Brandstifter für die Tat gedient zu haben. Etwa weil die AfD kampagnenhaft Straftaten in Shisha-Bars in den Mittelpunkt gerückt habe.

Die AfD wehrt sich gegen diese Vorwürfe. Nach der Tat erklärte der AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland, dass der Täter kein rechtsextremer Terrorist, sondern ein „geisteskranker Amokläufer“ gewesen sei. Generalbundesanwalt Peter Frank dagegen teilte mit, dass der Täter eine „zutiefst rassistische Gesinnung“ gehabt habe.

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