AfD blamiert sich bei Abstimmung – dann wird es richtig absurd

Die AfD hat sich bei einer Abstimmung in Ludwigshafen blamiert.
Die AfD hat sich bei einer Abstimmung in Ludwigshafen blamiert.
Foto: dpa

Ludwigshafen. Peinliche Panne für die AfD. Die Partei hat sich im Stadtrat von Ludwigshafen bei einer Abstimmung blamiert. Was war geschehen?

Der Stadtrat von Ludwigshafen kam am Montag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Geleitet wurde die Sitzung von Bürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD). Nach etwa einer halben Stunde ging es dann um die Besetzung des wichtigen Hauptausschusses. Der ist besonders wichtig, weil er gewöhnlich die Arbeit aller anderen Ausschüsse koordiniert. Und natürlich wollte auch die AfD in diesem wichtigen Gremium vertreten sein. Doch dazu kam es nicht.

AfD stimmt versehentlich für den Vorschlag der SPD

Denn die AfD stimmte versehentlich für den Vorschlag der SPD. Und jedes Mitglied des Stadtrats kann nur ein einziges Mal abstimmen. Als nach der Abstimmung die Ergebnisse der Wahl präsentiert wurden, kommt Unruhe auf.

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Dann kam heraus, dass sechs der acht AfD-Ratsmitglieder versehentlich für den Vorschlag der SPD gestimmt haben. Die AfD ist somit nicht Teil des Gremiums.

„Damit geht Ludwigshafen in die Geschichte ein“

Doch dann wurde es wirklich absurd. Weil die Verwirrung über das Ergebnis der Abstimmung derart groß war, forderte SPD-Fraktionschef David Guthier den Videobeweis - denn die gesamte Sitzung wurde live im Netz gestreamt. Der Videobeweis bestätigte dann das Ergebnis der Abstimmung. „Damit geht Ludwigshafen in die Geschichte ein“, so Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck.

Konstituierende Sitzung des Ludwigshafener Stadtrats

AfD-Mann Patrick Bähr forderte eine Wiederholung der Abstimmung - doch die wurde von den anderen Fraktionen deutlich abgelehnt. Die Blamage für die AfD war perfekt.

Vorwürfe gegen Oberbürgermeisterin

Doch es gab auch Vorwürfe gegen Oberbürgermeisterin Steinruck. Sie habe vor der Abstimmung nicht richtig über das Verfahren informiert. „Es ist scheinheilig, sich für einen konstruktiven und fairen Umgang untereinander auszusprechen und im direkten Anschluss politische Neulinge absolut auflaufen zu lassen. Somit sind die Fronten jedoch geklärt“, so AfD-Mann Patrick Bähr gegenüber „Ludwigshafen24“.

Fakt ist aber auch, dass alle anderen Fraktionen offenbar besser aufgepasst haben und beim Verfahren nicht patzten.

 
 

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