Ex-ARD-Chef rechnet knallhart mit Alice Weidel ab: „Erbärmliche AfD-Fraktionsvorsitzende“

Der ehemalige Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios greift Alice Weidel an. (Archivbild)
Der ehemalige Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios greift Alice Weidel an. (Archivbild)
Foto: Kay Nietfeld / dpa
  • Alice Weidel wechselt während ihrer Bundestagsrede das Thema
  • Ex-ARD-Chef Ulrich Deppendorf greift sie deshalb an an
  • Staatsanwaltschaft ermittelt gegen AfD-Fraktionsvorsitzende

Der ehemalige Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios ging am Mittwoch auf Twitter in die Offensive. Grund dafür war Alice Weidels Rede vor dem Bundestag.

Eigentlich sollte es um den Bundestagshaushalt für das Jahr 2019 gehen. Die AfD-Fraktionsvorsitzende wechselte vor den Anwesenden jedoch das Thema.

AFD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel redet am Thema vorbei

Alice Weidel nutzte ihre Redezeit, um über die Spendenaffäre bei der AfD zu sprechen. Dabei griff die AfD-Politikerin andere anwesende Parteien an, die in der Vergangenheit ebenfalls in Spendenaffären verwickelt waren.

Ulrich Deppendorf ist seit 2015 zwar im Ruhestand, meldete sich jedoch am Mittwoch auf Twitter wegen ihrer Rede zu Wort. Der ehemalige Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios bezeichnete Alice Weidel als eine „erbärmliche AfD-Fraktionsvorsitzende“ und bezeichnet ihre Vorstellung im Bundestag als „peinlich“:

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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Alice Weidel

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Ulrich Deppendorf stellt Alice Weidel in Frage

Deppendorf twitterte, dass die AfD-Fraktionsvorsitzende die Generaldebatte dazu genutzt hätte, um von möglichen Rechtsverstößen ihrerseits abzulenken. In diese Richtung ermittelt auch die Staatsanwaltschaft gegen Alice Weidel.

Es besteht der Anfangsverdacht des Verstoßes gegen das Parteiengesetz. (Mehr dazu liest du hier).

Alice Weidel gibt Wohnsitz in der Schweiz auf

Derweil hat Weidel ihren Wohnsitz in der Schweiz aufgegeben. Dort wohnte sie bisher mit ihrer Lebenspartnerin und zwei Söhnen gewohnt hat. Das sagte ihr Sprecher Daniel Tapp am Freitag.

Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Tapp fügte hinzu: „Es ändert sich an der Wohnsitz-Situation von Frau Weidel in Deutschland nichts. Sie bleibt ihrem Kreisverband am Bodensee erhalten“. In Sitzungswochen wohne Weidel in Berlin. Ein Umzug der gesamten Familie in die Hauptstadt sei nicht geplant. Der Sprecher sagte: „Ansonsten möchte sie sich zum Thema nicht äußern.“ (mit dpa)

 
 

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