Adidas will wegen Corona keine Miete mehr zahlen – SPD-Politiker reagiert heftig und macht DAS

Weil Adidas ankündigte, keine Miete im April zu zahlen, regte sich SPD-Politiker Florian Post bei Twitter auf.
Weil Adidas ankündigte, keine Miete im April zu zahlen, regte sich SPD-Politiker Florian Post bei Twitter auf.
Foto: imago images / Marcel Lorenz

Der Münchner Politiker Florian Post (SPD) ruft zu einem Adidas-Boykott auf und verbrennt dazu ein T-Shirt des Sportartikelherstellers.

Der Grund für seine Wut: Adidas hat angekündigt, wegen der Coronakrise im April keine Miete für seine Läden zahlen zu wollen.

Adidas will keine Miete mehr zahlen – SPD-Politiker reagiert wütend

Ein Video von der Aktion teilte er bei Twitter. Post schreibt dazu: „Ich kaufe keine adidas-Produkte mehr! Auch Vereine sollten überlegen, wer ihr Sponsoring-Partner künftig und gerade nach der Corona-Krise sein sollte. Hier handelt es sich übrigens um ein altes Polo-Shirt, für die Kleiderspende völlig ungeeignet.“

Adidas hatte am Wochenende angekündigt, die Mieten im April auszusetzen. Sehr zum Missfallen Posts, schließlich handele es sich um einen Milliardenkonzern.

In dem Video erklärt er: „Ich bin der Meinung, dass wir unser Gesetz letzte Woche nicht dafür verabschiedet haben, damit sich Dax-Konzerne schadlos halten, auch teilweise auf kleinere Vermieter einseitig während der Coronakrise die Kosten abwälzen. Das ist unsolidarisch. Daher bin ich der Meinung, dass man auch sein Konsumverhalten speziell für die Zeit nach der Krise überdenken sollte.“

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Die Karriere von Florian Post:

  • Geboren am 27. Mai 1981 in Neustadt an der Waldnaab (Bayern)
  • Seit 2013 Mitglied des Bundestages für die SPD
  • Bis März 2019 dort Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie
  • Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz

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Politiker verzichtet in Zukunft auf Sportkleidung von Adidas

Post stellt außerdem klar, dass er selbst in Zukunft keine Adidas-Kleidung mehr tragen werde. „Aus diesem Grunde möchte ich jetzt ein Zeichen setzen.“ Anschließend zündet er das weiße Shirt mit einem Feuerzeug in einem Metalleimer an.

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Viele Twitter-Nutzer diskutierten über die Aktion unter dem Tweet. Unter ihnen auch SPD-Vorsitzende Saskia Esken: „Ich halte das Verhalten [von] Adidas auch für schäbig, glaube aber kaum, dass die sich auf das Gesetz berufen können. So oder so bleibt die Zahlungsverpflichtung bestehen. Diese medienwirksame T-Shirt-Verbrennung ist mir irgendwie fremd-peinlich.“

Adidas will Miete an private Vermieter überweisen

Am Wochenende ruderte der Sportartikelhersteller zurück. Der „Frankfurter Allgemeinen“ sagte Unternehmenschef Kasper Rorsted, der Konzern wolle zumindest privaten Vermietern die April-Miete überweisen.

Die meisten Filialen würden allerdings von großen Immobilienvermarktern und Versicherungsfonds vermietet. Diese hätten für die Maßnahme, die Mietzahlungen vorläufig einzustellen, „überwiegend Verständnis gezeigt“, heißt es da. (vh/mit dpa)

 
 

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