Ab 2021 gibt es mehr Geld für alle – aber die Sache hat einen Haken

Ab 2021 winkt dir mehr Geld nach der Steuererklärung. (Symbolbild)
Ab 2021 winkt dir mehr Geld nach der Steuererklärung. (Symbolbild)
Foto: dpa

Ab 2021 ist es soweit. Dann soll der Solidaritätszuschlag (Soli) endlich Geschichte sein. Danach haben wir alle wieder mehr Geld im Portemonnaie.

Wirklich alle? Nein. Zumindest, wenn es nach dem Gesetzesentwurf des Bundesfinanzministers Olaf Scholz (SPD) geht. Zehn Prozent der Steuerzahler in Deutschland müssten dann weiter Geld abdrücken. Doch dagegen regt sich Widerstand.

Wie viel Geld bleibt nach dem Soli-Wegfall?

Ob du zu den 90 Prozent der Begünstigten gehörst, für die der Soli wegfällt, hängt von deinem Einkommen ab. Dem „Focus“ zufolge sollen Singles, die weniger als 16.956 Euro an Einkommenssteuer abdrücken müssen, demnächst vom Soli verschont bleiben. Das entspreche einem Bruttojahreslohn von rund 74.000 Euro.

Kinderlosen Singles winke damit eine Steuererleichterung von 900 Euro im Jahr. Für Ehepaare mit zwei Kindern sei pro Jahr sogar das Doppelte drin.

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Kinderlose Ehepaare könnten dem „Focus“ zufolge sogar noch etwas mehr Geld herausbekommen.

Soli-Abschaffung: Doch nicht mehr Geld für alle?

Doch der Gesetzesentwurf ist umstritten: Wenn es nach Olaf Scholz geht, sollen Gutverdiener auch nach 2021 zur Kasse gebeten werden. Neben dem Wegfall für den Großteil der Steuerzahler sollen weitere 6,5 Prozent den Soli nur noch teilweise abdrücken müssen. Eine Steuersenkung für Millionäre steht nicht auf der Tagesordnung“, sagte der SPD-Politiker der „Bild am Sonntag“.

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier hat hingegen ein anderes Konzept vorgelegt. Demnach solle der Soli bis 2026 komplett abgeschafft werden. Die dauerhafte Abschaffung für nur rund 90 Prozent der Steuerzahler sei dauerhaft verfassungsrechtlich problematisch, heißt es in dem Papier.

Scholz erwägt höhere Steuern für Reiche

Christian Lindner geht noch weiter. Ihm zufolge müsse der Soli schnellstmöglich abgeschafft werden, um eine Wirtschaftskrise abzuwenden. „Vor den Wahlen, diesmal vor zwei Wahlen, wird etwas versprochen. Und nach den Wahlen wird davon nichts gehalten“, schimpft der FDP-Vorsitzende.

Olaf Scholz wäre diesbezüglich gesprächsbereit, doch nur unter einer Bedingung: „Wenn es um die komplette Abschaffung des Soli geht, lasse ich gern mit mir reden, solange wir im Gegenzug die Einkommenssteuer für die Topverdiener entsprechend erhöhen. Darum wird es bei der nächsten Bundestagswahl bestimmt gehen", so der 61-Jährige. (mit dpa)

 
 

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