80 Prozent aller Flüchtlinge kommen ohne Pass ins Land

Für viele Flüchtlinge gibt es in Deutschland den sogenannten Ankunftsnachweis. Eigene Ausweispapiere haben die meisten nicht dabei.
Für viele Flüchtlinge gibt es in Deutschland den sogenannten Ankunftsnachweis. Eigene Ausweispapiere haben die meisten nicht dabei.
Foto: dpa
  • Die allermeisten Flüchtlinge konnten sich bei der Registrierung in Deutschland nicht ausweisen.
  • Nach Angaben der Bundespolizei waren das rund 91.000 Menschen.
  • 191 Flüchtlinge zeigten an der deutschen Grenze gefälschte Pässe vor.

Berlin.  Mehr als drei Viertel aller in diesem Jahr nach Deutschland eingereisten Flüchtlinge konnten sich nicht ausweisen. Rund 80 Prozent der von Januar bis April festgestellten Migranten seien „nicht im Besitz eines erforderlichen Passes“ gewesen, heißt es in einem Papier der Bundespolizei, das der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlag. Dies wären rund 91.000 Menschen. 191 Personen seien an der deutschen Grenze mit gefälschten Pässen aufgegriffen worden.

Insgesamt kamen nach Angaben der Bundespolizei in den ersten vier Monaten 113.223 Personen ins Land – davon 64.767 im Januar, 37.473 im Februar, 5557 im März und 5426 im April. Im Mai waren es 4470.

Wie es in der Aufstellung der Bundespolizei weiter heißt, wurden von Januar bis April bei Kontrollen an den deutschen Landgrenzen 4223 Personen festgestellt, die in Fahndungssystemen der Polizei ausgeschrieben waren, etwa zur Einreiseverweigerung, Festnahme oder Aufenthaltsermittlung. (rtr)