69 Abschiebungen zum Geburtstag – Empörung über Seehofer

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Sein „Masterplan Migration“ ist umstritten. Aber auch eine flapsige Bemerkung Horst Seehofers sorgt in Berlin jetzt für Empörung.

Berlin.  „Ausgerechnet an meinem 69. Geburtstag sind 69 – das war von mir nicht so bestellt – Personen nach Afghanistan zurückgeführt worden. Das liegt weit über dem, was bisher üblich war.“ Mit diesem Satz hat sich Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Dienstag viel Kritik eingehandelt.

Gemacht hat der Minister die wohl als Gag gedachte Bemerkung bei der Vorstellung seines „Masterplan Migration“ am Dienstagvormittag vor Journalisten in Berlin. Doch der „Witz“ kam nicht überall gut an.

„Ich wünsche Seehofer zu deinem 69 Geburtstag - Gesundheit und 69 Tage in Afghanistan im Krisengebiet ... ist ja alles sicher dort ...“, kommentierte der Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow Seehofers Aussage. Einer von ihnen hat sich nun in Kabul das Leben genommen – Seehofer wird deshalb heftig kritisiert .

Juso-Chef Kevin Kühnert schrieb bei Twitter, Seehofer sei ein „erbärmlicher Zyniker und dem Amt charakterlich nicht gewachsen.“ Sein Rücktritt sei überfällig. Auch SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel übte Kritik und erklärte via Twitter, Zynismus verbiete sich, das hätten die letzten Stunden wieder einmal bewiesen.

Andere Twitterer äußerten sich zuvor ebenfalls kritisch zu dem Seehofer-Spruch – mal zynisch, mal bitter-böse. Eine kleine Auswahl. (W.B.)

 
 

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