28,5 Millionen Euro für Südwestfalen

Die Altstadt von Arnsberg im Hochsauerlandkreis: Die Wirtschaftskraft in der Region soll durch die EU gefördert werden.
Die Altstadt von Arnsberg im Hochsauerlandkreis: Die Wirtschaftskraft in der Region soll durch die EU gefördert werden.
Foto: imago

Arnsberg.. Mit 28,5 Millionen Euro unterstützt die EU im Rahmen des Leader-Programms zahlreiche Projekte in der Region. Mit Leader will die EU die ländliche Entwicklung fördern. Insgesamt stellt sie in NRW 75 Millionen Euro für die Jahre 2015 bis 2020 zur Verfügung. 28 Zusammenschlüsse aus Dörfern und Gemeinden in NRW bekommen eine dicke Finanzspritze, davon elf aus Südwestfalen. Sie erhalten zwischen 2,3 und 3,1 Millionen Euro.

[kein Linktext vorhanden] „Das ist eine sensationelle Erfolgsquote für unsere Heimat“, sagte der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Peter Liese. Er hatte sich in Brüssel für eine Aufstockung der Mittel ausgesprochen.

"Lebensqualität stärken"

Mit den Projekten können wir „die Wirtschaftskraft und die Lebensqualität stärken“, sagte der Briloner SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese. „Dies ist besonders wichtig, da wir als ländliche Region vor besonderen Herausforderungen stehen, etwa wenn Einzelhandelsgeschäfte sich aus den Ortschaften zurückziehen.“

Konkret werden bei den Projekten in Südwestfalen zum Beispiel der sanfte Tourismus, die Entwicklung von Dorfläden, die Verbesserung des ÖPNV, die Integration von Flüchtlingen, der Breitbandausbau, eine Biomassestrategie und die interkommunale Kooperation gefördert.

Nicht alle Regionen kommen zum Zug

Allerdings sind nicht alle Regionen, die einen Antrag gestellt haben, zum Zug gekommen. 43 Zusammenschlüsse hatten sich beworben und sich die Bewerbung zum Teil fünfstellige Summen kosten lassen. Ziemlich sauer reagierte Ulli Winkelmann, Bürgermeister von Sprockhövel, auf den ausgebliebenen Bewilligungsbescheid: „Das ist ein Nackenschlag für das enorme bürgerschaftliche Engagement.“ Seine Stadt hatte sich gemeinsam mit Breckerfeld, Ennepetal, Wetter und Gevelsberg beworben. Die Entscheidung traf eine unabhängige Jury im NRW-Umweltministerium.

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