28.000 Verdachtsfälle auf Verletzung des Kindeswohls in Nordrhein-Westfalen

Die Jugendämter wurden am häufigsten von Verwandten, Bekannten oder Nachbarn der Kinder auf deren mögliche Gefährdung hingewiesen.
Die Jugendämter wurden am häufigsten von Verwandten, Bekannten oder Nachbarn der Kinder auf deren mögliche Gefährdung hingewiesen.
Foto: Archivbild Thinkstock
Mehr als 3900 Kinder und Jugendliche in NRW liefen 2012 nach Einschätzung der Jugendämter akut Gefahr, in ihren Familien körperliche oder seelische Schäden zu erleiden. Insgesamt prüften die Jugendämter laut statistischem Landesamt knapp 28 100 Fälle.

Düsseldorf. Unter dem Verdacht der Gefährdung des Kindeswohls sind Jugendämter in NRW im Vorjahr in mehr als 28 000 Fällen aktiv geworden. In 3919 Fällen wurde eine akute Gefährdung, in weiteren 4903 eine latente Gefährdung des Kindes festgestellt. Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen eingetreten ist oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes war ein Viertel der Kinder unter drei Jahre alt. 17 Prozent waren drei bis fünf Jahre alt, mehr als ein Drittel 10 bis 17 Jahre alt. In fast 6200 Fällen wurde das Jugendamt von Verwandten, Bekannten oder Nachbarn des Kindes auf eine mögliche Kindesgefährdung hingewiesen. Die Erhebung war 2012 zum ersten Mal durchgeführt worden.

In Duisburg gab es 1554 Verdachtsfälle, in Essen 1334. der Jugendamt in Dortmund meldete 328 Verdachtsfälle, Bochum 948, Hagen 108, Oberhausen 325, Mülheim 294 und Herne 301 Fälle.

 
 

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