140 neue Autobahnbaustellen in NRW

Bochum.  Rund 140 größere Autobahnbaustellen stellen sich Autofahrern in NRW in den nächsten beiden Jahren in den Weg. Darüber hinaus sollen bis 2020 allein 50 alte Autobahnbrücken durch neue ersetzt werden. Das kündigte Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin von Straßen NRW, gestern an. Auch auf der Autobahn 45 zwischen Dortmund und der hessischen Landesgrenze werden noch dieses Jahr mehrere Brückensanierungen gestartet.

„Wir befinden uns in einem Jahrzehnt der Baustellen, in den nächsten Jahren werden wir so viel Geld wie noch nie auf unseren Straßen verbauen“, sagte Sauerwein-Braksiek. 2016 bekommt Straßen NRW von Bund und Land erstmals mehr als eine Milliarde Euro nur für Investitionen, und das wird sich in den nächsten Jahren weiter steigern. „Im Prinzip nehmen wir jetzt erst Fahrt auf“, sagte sie.

Erst seit 2014 kann Straßen NRW wieder Mitarbeiter einstellen, zuvor hatte das Land die Kapazitäten der Straßenplanung deutlich zusammengestrichen. Die Folge: Stellte Berlin Mittel für den Straßenbau zur Verfügung, hatte NRW zu wenige Projekte durchgeplant – das Geld ging in andere Bundesländer. Im neuen Bundesverkehrswegeplan ist NRW jetzt überproportional bedacht.

Sorgenvoll betrachten die Straßenbauer vor allem die Brücken. So hat NRW allein 800 große Brücken auf den Transitstrecken, von denen Straßen NRW bei 300 die Statik nachgerechnet hat. Das Ergebnis: Die Hälfte, 150, müssen in den nächsten Jahren durch Neubauten ersetzt werden, 50 sogar schon bis 2020. „Wo wir das nicht schaffen, müssen wir die Brücken entlasten“, sagte Sauerwein-Braksiek. Das heißt: Sperrungen von ganzen Spuren für Lkw oder für alle.

Vor allem die Sauerlandlinie steht im Fokus von Straßen NRW. Während an der neuen Lennetalbrücke bei Hagen schon seit einigen Jahren gebaut wird, geht es in diesem Jahr los mit den neuen Brücken Kattenohl (bis 2018) und Brunsbecke (bis 2019) bei Hagen-Süd sowie den Brücken Rälsbach und Rinsdorf südlich von Siegen (jeweils bis 2019).

 
 

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