Zwei Prostituierte sind ermordet worden - jetzt fasst die Polizei einen Verdächtigen

Die Polizei hatte einen Fahndungsaufruf im gesamten Rotlichtmilieu der Region Nürnberg verteilt.
Die Polizei hatte einen Fahndungsaufruf im gesamten Rotlichtmilieu der Region Nürnberg verteilt.
Foto: Nicolas Armer / dpa
Erster Fahndungserfolg im Fall der ermordeten Prostituierten: Die Polizei in Nürnberg nahm am Samstag einen Tatverdächtigen fest.

Nürnberg.  Im Fall der beiden ermordeten Nürnberger Prostituierten hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Das teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken am Samstag mit.

Gegen den Mann erging Haftbefehl, wie ein Polizeisprecher am Samstag mitteilte. Aus ermittlungstaktischen Gründen machte die Polizei zunächst keine Angaben zur Identität des Mannes oder zu Details der Festnahme. Am Montag wollen die Ermittler auf einer Pressekonferenz Näheres bekanntgeben.

Am 24. Mai war in Nürnberg eine 22-jährige rumänische Prostituierte ermordet worden. Am Pfingstmontag wurde dann eine 44 Jahre alte Chinesin getötet. Die Polizei ging davon aus, dass beide Taten im Zusammenhang stehen. Das Landeskriminalamt hatte für die Aufklärung der Straftaten eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

Polizei fahndete in Bordellen

60 Beamte hatten am vorigen Freitag alle rund 240 bordellartigen Einrichtungen im Raum Nürnberg abgeklappert und dort einen Fahndungsaufruf in fünf verschiedenen Sprachen verteilt. Ziel war es, mit möglichst vielen Sexarbeiterinnen ins Gespräch zu kommen, sagte Polizeisprecher Michael Petzold. Denn die meisten der Frauen hatten von den zwei Verbrechen noch gar nichts mitbekommen. Etwa 90 Prozent der Prostituierten seien Ausländerinnen – vor allem aus Bulgarien, Rumänien und Ungarn. Viele kämen auch aus Asien oder Afrika.

Am 24. Mai war in Nürnberg eine 22-jährige rumänische Prostituierte ermordet worden. Am Pfingstmontag wurde dann eine 44 Jahre alte Chinesin getötet. Die Polizei geht davon aus, dass beide Taten im Zusammenhang stehen. Das Landeskriminalamt hat für die Aufklärung der Straftaten eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. (dpa)

 
 

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