Zwei Frauen essen Kürbis – plötzlich fallen ihnen die Haare aus

Mit diesen 5 Tipps erkennt man, ob Lebensmittel noch genießbar sind

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  • In Frankreich erlitten zwei Frauen eine Lebensmittelvergiftung nach dem Verzehr von Kürbis
  • Sie klagten zunächst über Magenprobleme. Wenig später fielen ihnen die Haare aus
  • Wenn Kürbis bitter schmeckt, sollte man ihn auf keinen Fall essen

Berlin.  Mit einer Lebensmittelvergiftung ist nicht zu spaßen. Doch während die meisten Menschen vor allem bei Fleisch und Eiern Vorsicht walten lassen, birgt auch Gemüse einige Gefahren. Schmeckt ein Kürbis ungewohnt bitter, ist das ein schlechtes Zeichen.

Zwei Frauen in Frankreich mussten das nun auf schmerzliche Weise erfahren: Sie verloren nach dem Verzehr von Kürbis fast ihre gesamten Haare, wie Medicalexpress.com berichtet.

Nach Durchfall und Erbrechen folgte Haarausfall

Die als erstes betroffene Frau hatte gemeinsam mit ihrer Familie eine bitter schmeckende Kürbissuppe verzehrt und davon mehr gegessen als die anderen. Anschließend litt die gesamte Familie unter Erbrechen und Durchfall.

Der Frau erging es jedoch am schlechtesten: Sie verlor eine Woche nach der Kürbissuppe Kopf- und Schambehaarung.

Ähnliche Erfahrungen machte eine zweite Frau: Sie ergab sich mehrmals nach dem Verzehr eines Gerichts mit bitterschmeckendem Kürbis. Ihre Freunde hatten den Kürbis nicht gegessen, weil ihnen der seltsame Geschmack verdächtig vorkam. Nach den Magenproblemen fielen der Frau ebenfalls die Haare aus – auf dem Kopf, im Schambereich und in den Achselhöhlen.

Verzehr von bitteren Kürbisgewächsen kann tödlich enden

Kürbisse können Cucurbitacin enthalten, das man am bitteren Geschmack erkennt. Eigentlich wurde die giftige Substanz aus Kürbisgewächsen herausgezüchtet, doch Insekten können angebaute Pflanzen mit den Pollen eines Wildgewächses kontaminieren.

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Bei den beiden Frauen handelt es sich um die ersten bekannten Fälle von Haarausfall aufgrund einer Cucurbitacin-Vergiftung.

2015 starb ein 79-Jähriger aus Heidenheim, nachdem er selbst angebaute Zucchini verzehrt hatte (wir berichteten). Das Gemüse erhielt ebenfalls die Substanz Cucurbitacin. Seine Frau überlebte nach einer Magenverstimmung. Sie hatte eine kleinere Menge von dem Gericht gegessen. (raer)

 
 

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