Zoo-Besucher schmeißt Steine auf Känguru – wenig später ist das Tier tot

In China wurde ein Känguru durch Steinwürfe getötet. (Symbolbild)
In China wurde ein Känguru durch Steinwürfe getötet. (Symbolbild)
Foto: imago stock&people / imago/Jan Huebner
  • In einem südchinesischen Zoo hat ein Besucher ein Känguru mit Steinen beworfen
  • Das Tier starb später an den Verletzungen der Steinwürfe
  • Das sind die Reaktionen auf den schrecklichen Vorfall

Fuzhou.  Eine Nachricht, die fassungslos macht: Aus Sensationslust bewarf ein Besucher in einem südchinesischen Zoo ein Känguru mit Steinen – vermutlich weil er wollte, dass sich das ruhende Känguru bewegt. Wenige Tage danach starb das Tier an seinen Verletzungen.

Ein weiteres Beuteltier wurde bei einem ähnlichen Vorfall verletzt, ist aber mittlerweile wieder gesund, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag unter Berufung auf den Zoo berichtete. Seit Ende Februar gab es demnach bereits mehrere ähnliche Zwischenfälle.

Tierpfleger konnten Schmerzen nicht verorten

Das verstorbene zwölf Jahre alte Känguruweibchen sei laut einer Tierärztin des chinesischen Zoos Ende Februar von einem Besucher mit mehreren großen Steinen beworfen worden. Nachdem einer der Zoomitarbeiter ihn zur Rede gestellt hatte, habe er alles abgestritten und sei einfach weggegangen.

„Das Känguru zeigte starke Schmerzen an, aber wir waren nicht in der Lage herauszufinden, wo die Schmerzen genau herkamen. Wir konnten nur sehen, dass das Tier nicht mehr richtig stehen konnte“, erklärte die Tierärztin laut „ladbible“ weiter.

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Besucher wollte Känguru springen sehen

Zwei Tage später starb das Känguru an einem Nierenriss, wie eine Obduktion ergab. Die Tierärztin vermutet, dass die Besucher des Zoos in der Stadt Fuzhou die Kängurus springen sehen wollten und sie daher bewarfen.

Weiter ließ Chen verlauten: „Die Besucher kommen meist ab 10.30 Uhr in den Zoo, zu einer Zeit, in der die Tiere soeben von den Pflegern gefüttert wurden und sich erstmal ausruhen.“

„Gehen Sie nicht in Zoos“

In sozialen Medien löste die Nachricht von dem Vorfall Entsetzen und Empörung aus. „Ist das noch menschlich? Wie furchtbar“, schrieb ein Nutzer im Kurznachrichtendienst Weibo. Auch die staatliche „Volkszeitung“ kritisierte das Verhalten in einem Kommentar: „Diese Art von Freude (am Leid der Tiere) ist kaltblütig.“

Und auch Jason Baker, Vizepräsident von PETA äußerte sich bei „ladbible“ zu dem Fall: „Schreckliche Taten wie diese sind nur eine weitere Gefahr, mit der Zoo-Tiere konfrontiert sind.“ Im Namen der Tierschutzorganisation appelliert er: „PETA fordert jeden, der etwas auf Tiere hält, auf, jegliche Attraktion zu meiden, bei der Tiere ausbeutet werden. Gehen Sie nicht in Zoos.“ (dpa/ alka)

 
 

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