Zirkus-Chefin verfüttert acht geliehene Häschen an Schlange

Die Fahrt zum Tierhändler sei ihr zu aufwändig gewesen, erzählte eine Zirkusbetreiberin vor Gericht: Deshalb lieh sie sich das Futter für ihre Schlange kurzerhand aus.
Die Fahrt zum Tierhändler sei ihr zu aufwändig gewesen, erzählte eine Zirkusbetreiberin vor Gericht: Deshalb lieh sie sich das Futter für ihre Schlange kurzerhand aus.
Foto: WAZ FotoPool
Die acht kleinen Hasen sollten per Kleinanzeigen "in gute Hände" abgegeben werden – aber sie endeten als Schlangenfutter. Eine Zirkusbetreiberin hatte sich die Häschen von einem 15-Jährigen geliehen, angeblich als Anschauungsobjekt für ihre Schulkasse.

Freiburg. Weil sie die Hasen eines 15-Jährigen an ihre Schlange verfüttert hat, muss die Betreiberin eines Wanderzirkusses einen Monat ins Gefängnis. Das Landgericht Freiburg sprach die 42 Jahre alte Frau des Betrugs schuldig, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag und bestätigte Medienberichte.

Der Junge hatte die Zwerghasen Tierliebhabern per Kleinanzeige zum Verschenken angeboten. Ihm gegenüber hatte sich die Frau als Lehrerin ausgegeben und behauptet, sie benötige die Tiere für ein Schulprojekt und wolle sie nur ausleihen. Stattdessen verfütterte sie die acht Hasen, die damals rund zehn Wochen alt waren, an einen Tigerpython, der im Zirkus Attraktion einer Reptilienschau ist.

Nachdem die Frau die Hasen nicht zurückbrachte und sich auch nicht mehr bei ihm meldete, erstattete der 15-Jährige Anzeige bei der Polizei. Diese ermittelte wegen Betrugs. Im vergangenen Dezember hatte bereits das Freiburger Amtsgericht die Frau zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Das Landgericht kam im Berufungsverfahren nun zum selben Urteil. Die Frau hatte vor Gericht angegeben, die Fahrt zu einem Hasenzüchter oder Händler sei ihr zu aufwendig gewesen. (dpa)

 
 

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