Junge (10) stirbt bei Schulausflug

Das Waldpädagogikzentrum Hahnhorst.
Das Waldpädagogikzentrum Hahnhorst.
Foto: WPZ Hahnhorst April 018/Niedersächsische Landesforsten

Schwaförden/Wolfsburg. Drama im Kreis Diepholz: Ein zehnjähriger Junge aus Wolfsburg ist bei einem Schulausflug ums Leben gekommen.

Der Junge war mit seiner fünften Klasse auf Klassenfahrt im Waldpädagogikzentrum Hahnhorst. Das Zentrum gehört seit über 50 Jahren zum Angebot der Niedersächsischen Landesforsten.

Wie Thomas Gissing, Pressesprecher der Polizei Diepholz, bestätigt, hat der Junge das Theodor-Heuss-Gymnasium besucht.

Junge aus Wolfsburg stirbt: Lore rollt beim Spielen einfach los

Nach bisherigem Ermittlungsstand ereignete sich das Unglück beim Spielen auf einem auf Schienen stehenden Wagen auf dem Gelände des Waldpädagogikzentrums in Schwaförden.

Das Kind sei ersten Erkenntnissen zufolge unter den einer Lore ähnelnden Wagen geraten. Was genau passierte, müsse aber noch ermittelt werden, sagte Polizeisprecher Thomas Gissing von der Polizeiinspektion Diepholz.

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Wie die Polizei berichtet, ist der Junge trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen noch an der Unglücksstelle gestorben.

Nach Unglück: Schulklasse aus Wolfsburg beendet Klassenfahrt

Am Dienstag hat sich die Polizei erst einmal darum gekümmert, Mitschüler, Lehrer und Mitarbeiter des Zentrums standen nach dem Unglück zu versorgen. Viele standen unter Schock und mussten von Sanitätern und Notfallseelsorgern betreut werden.

Die Klasse reiste noch am Dienstag zurück nach Wolfsburg und wurde dort von der Schule, Eltern und Betreuern empfangen.

Niedersächsische Landesschulbehörde bietet notfallpsychologische Beratung

Wie die Niedersächsische Landesschulbehörde berichtet, waren bereits vor dem Eintreffen des Busses in Wolfsburg Notfallpsychologen vor Ort, um die Schulleitung zu unterstützen und die rückkehrenden Schüler in Empfang zu nehmen. Die Notfallpsychologen waren vor Ort, um Angehörige zu beraten und psychische erste Hilfe zu leisten.

Auch in den nächsten Tagen sollen laut Landesschulbehörde Seelsorger in der Schule vor Ort sein. Sie kümmern sich sowohl um Klassen als auch um Kleingruppen oder Einzelpersonen.

Zu dem tragischen Unglück schreibt die Landesschulbehörde: "Die niedersächsische Landesschulbehörde ist zutiefst erschüttert über das Unglück im WPZ Hahnhorst. Wir möchten den Angehörigen unser aufrichtiges Mitgefühl aussprechen. Es gilt jetzt, der gesamten Schulgemeinschaft die größtmögliche Unterstützung zukommen zu lassen."

Polizei ermittelt: Wie konnte die Lore ins Rollen kommen?

Ab Mittwoch versucht die Polizei nun zu klären, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Im Fokus steht wohl die Frage, wie die Lore ins Rollen kommen konnte. Denn der Wagen stehe wohl auf ebener Erde.

"Ich habe gestern schon gesagt, dass es wahrscheinlich ein Unglücksfall bleiben wird", sagt Gissing. Dennoch müsse natürlich geklärt werden, wie es dazu kommen konnte.

Niedersächsische Landesforsten äußern sich zum Unglück

Direkt am Mittwochmorgen haben die Niedersächsischen Landesforsten ein Statement zu dem tragischen Unglück herausgegeben. Darin erklärt Präsident Klaus Merker: "Wir sind geschockt und tief bestürzt, unsere Gedanken sind bei den Eltern, Angehörigen und Freunden des Jungen, denen nun unser ganzes Mitgefühl gilt".

Weiter heißt es, dass derzeit keine weiteren Erklärungen zu dem Unglücksfall abgegeben werden können - um den Ermittlungen nicht vorzugreifen. (abr mit dpa)

 
 

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