Youtube sperrt Kanal von Ex-Lehrer – das ist der Grund

Nikolai N. bei einer Fridays For Future Demo in Berlin.
Nikolai N. bei einer Fridays For Future Demo in Berlin.
Foto: imago images / snapshot
  • Youtube hat den Kanal eines umstrittenen Ex-Lehrers gesperrt
  • Anfang 2018 wurde er von der Bildungsverwaltung suspendiert
  • Er verbreitete rechtsradikale Videos auf der Videoplattform

Das Videoportal Youtube ist einen harten Schritt gegen einen seiner Nutzer gegangen. Normalerweise löscht das Netzwerk selten und wenn überhaupt erst nach langem Hin und Her die Konten seiner Nutzer.

Doch für den ehemaligen Grundschullehrer Nikolai N. ist vorerst Schluss mit seinen Videos. Zumindest teilweise. Youtube hat seine Videos für Deutschland gesperrt.

Youtube: Videos des „Volkslehrer“ in Deutschland gesperrt

Wie die Berliner Zeitung berichtet, hat der selbsternannte „Volkslehrer“ rechtsradikale Videos auf seinem Kanal veröffentlicht. In Deutschland und anderen Ländern können die Videos seit dem 13. April nicht mehr aufgerufen werden.

Dem Nachrichtenportal liegt eine Mail vor, die Nikolai N. an seine Anhänger geschrieben haben soll. Darin schreibt der 38-Jährige: „Youtube hat sie (Anm. der Redaktion: die Videos) mit einem sogenannten Schattenbann belegt und damit eine indirekte Zensur ausgeübt.“

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Umstrittene Personen in seinen Videos

In seinen Videos hat er immer wieder umstrittene Persönlichkeiten zu Wort kommen lassen. Darunter auch die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck (90) und bekennende Reichsbürger.

Der damals an der Vineta-Grundschule in Berlin Gesundbrunnen unterrichtende Lehrer wurde Anfang 2018 von der Bildungsverwaltung suspendiert. Später leitete diese außerdem ein Kündigungsverfahren wegen der Verbreitung volksverhetzender Inhalte ein.

Vor dem Arbeitsgericht verlor Nikolai N.

Nikolai N. klagte vor dem Arbeitsgericht dagegen – und verlor.

Laut der Berliner Zeitung kandidierte der „Volkslehrer“ im März für die Stadtteilvertretung Moabit. Aufgrund von Tumulten wurde die Wahl abgebrochen. (db)

 
 

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