Worauf Sie beim Lampen-Kauf achten sollten

Carsten Oberste-Kleinbeck
Energiesparlampen, benötigen eine gewisse Zeit, bis sie auf Touren kommen und richtig schön hell strahlen.
Energiesparlampen, benötigen eine gewisse Zeit, bis sie auf Touren kommen und richtig schön hell strahlen.
Foto: Getty Images - Stock
Seitdem die gute alte Glühbirne aus den Verkaufsregalen verschwindet, ist der Lampenkauf schwieriger geworden. Was unterscheidet Lumen und Watt? Was hat es mit Schaltzyklen auf sich? Was hinter den Symbolen und Angaben auf den Verpackungen steckt, lesen Sie hier.

Essen. Früher war nicht alles besser, manchmal aber übersichtlicher. Wenn die Glühlampe ihren Lampengeist aufgegeben hatte, ging man ins Geschäft und kaufte eine neue. 25 Watt, 40 Watt, 60 Watt oder 100 Watt, matt oder klar und vielleicht noch die Sockelgröße – das war im Prinzip alles, was man beim Kauf wissen musste.

Heutzutage ist es fast eine kleine Wissenschaft, die Hieroglyphen, Zahlen und Buchstaben auf den Lampenpackungen zu übersetzen. Die wichtigsten Symbole und Werte sind im Folgenden erklärt. Die Krux: Eine einheitliche Kennzeichnung gibt es nicht, oder anders ausgedrückt: anderer Hersteller, andere Symbole.

Lumen (lm) und Watt (W)

Bei der klassischen Glühbirne war für den Verbraucher stets die Angabe in Watt (siehe Tabelle) das Maß aller Helligkeits-Dinge, fortan ist es der Wert Lumen (lm). Wie hell die Lampe erstrahlt, hängt vom Lichtstrom ab, und der wird in der Maßeinheit Lumen gemessen. Je höher der Lumen-Wert, desto heller wird’s im Zimmer.

Wie viel Strom die Lampe schluckt, wird in Watt (W) angegeben. Mit beiden Werten lässt sich prima die Wirtschaftlichkeit der Lampe errechnen: Man teilt Lumen- durch Watt-Wert – und erhält die so genannte Lichtausbeute. Je höher dieser Wert, desto effizienter die Lampe. Ein Beispiel: eine Glühlampe mit 40 Watt und 400 Lumen kommt auf den Wert 10; eine LED-Lampe mit neun Watt und 440 Lumen erreicht fast 49.

Kelvin (K)

Warmes Licht oder kaltes Licht? Wie kuschelig oder frostig es in einem Raum wird, hängt nicht nur von der Heizung oder der Dicke der Wolldecke ab, auch die Farbtemperatur (gemessen in Kelvin) ist ein entscheidender Wohlfühlfaktor. Wer warmes Licht bevorzugt, sollte einen Wert von unter 3300 Kelvin (warmweiß) wählen, wer es sehr frisch mag, greift zu Lampen mit Werten über 5300 Kelvin (tageslichtweiß). Zum Vergleich: Eine klassische Glühlampe hat einen Wert von 2700 Kelvin.

Lebensdauer (h)

Entscheidend für den Preis einer Lampe ist auch die Lebensdauer, die auf den meisten Lampenverpackungen mit einem kleinen „h“ für Stunde (engl. hour) angegeben wird. Gute Lampen erreichen mindestens 10 000 Stunden. Moderne LED-Lampen sollen laut Herstellerangeben sogar bis zu 50 000 Stunden brennen.

Zum Vergleich: Eine klassische Glühlampe hat eine Lebensdauer von rund 1000 Stunden.

Schaltzyklen

Die Lebensdauer einer Lampe hängt nicht allein davon ab, wie lange sie leuchtet, sondern auch davon, wie oft sie aus- und eingeschaltet wird. Dieser Wert wird bei den Herstellern mit unterschiedlichen Symbolen angegeben, häufig auch mit „on/off“.

E27

… dieses Kürzel könnte auf der Verpackung stehen. Es gibt die Größe des Schraubsockels an. Die Kennung E27 geht auf die klassische Glühlampe zurück, der Meister Thomas Alva Edison einst ein 27-Millimeter-Schraubgewinde gegönnt hatte. E14 ist die gängigste kleinere Größe, häufig für Lampen in Kerzenform. Ansonsten gibt es noch eine Fülle anderer Sockel.

Dürfen alte Glühlampen in den Hausmüll? 

Lampengröße

Hier wird die Länge und der Durchmesser der Lampe angegeben, denn nicht jede Lampe (aufgepasst vor allem bei LED- und Energiesparlampen) passt in jede Leuchte.

Aufhellzeit (s)

Kompaktleuchtstofflampen, also Energiesparlampen, benötigen eine gewisse Zeit, bis sie auf Touren kommen und richtig schön hell strahlen. Dieser Wert in Sekunden (s) gibt an, wann die Lampe 60 Prozent ihrer Leistung erreicht hat. Lampen, denen nur langsam ein Licht aufgeht, sind zum Beispiel weniger geeignet für Kellerräume, wo rasch Helligkeit her muss.

Wirtschaft und VerbraucherFarbwiedergabe

Wie das Licht wirkt und wie naturgetreu es wiedergegeben wird, ist am sogenannten Ra-Wert (allgemeiner Farbwiedergabeindex) oder am CRI (Colour Rendering Index) abzulesen. Der beste Wert für die natürlichste Wiedergabe ist 100.

Entsorgung

Konnte die gute, alte Glühlampe noch im Hausmüll entsorgt werden, muss mit den modernen Geräten vorsichtiger umgegangen werden. Energiesparlampen und LED-Lampen gehören in eine Extra-Tonne auf dem Wertstoffhof oder einer Wertstoffsammelstelle. Entsprechende Hinweise und Symbole sollten sich auf der Verpackung finden.

Temperatur

Auf einigen Lampenverpackungen ist auch verzeichnet, in welchem Temperaturbereich das Leuchtmittel am besten arbeitet. LED-Lampen etwa mögen’s auch knackig kalt, bei hohen Temperaturen sinkt jedoch ihre Lebensdauer.

Hg

Hier hinter verbirgt sich der Quecksilbergehalt der Lampe in Milligramm (mg). Kompaktleuchtstofflampen enthalten Quecksilber – chemisches Zeichen: Hg.

Dimmbarkeit

Dieses Symbol gibt an, ob die Lampe gedimmt werden kann. Vor allem viele Energiesparlampen sind nicht dimmbar – in diesem Fall wäre dieses Symbol durchkreuzt.