Witz über Bombe: Air-Berlin-Flieger muss am Boden bleiben

Zwei Flugzeuge von Air Berlin stehen auf dem Rollfeld des Flughafens Berlin-Tegel.
Zwei Flugzeuge von Air Berlin stehen auf dem Rollfeld des Flughafens Berlin-Tegel.
Foto: dpa
Weil ein Passagier über eine Bombe witzelte, fiel ein Flug von Berlin nach Köln aus. 179 Personen konnten die Reise nicht antreten.

Berlin. Ein schlechter Scherz über eine angebliche Bombe hat am Mittwochabend zum Ausfall eines Air-Berlin-Flugs von Berlin-Tegel nach Köln/Bonn geführt. Das bestätigte die Fluggesellschaft am Freitagvormittag. Wie eine Sprecherin des Unternehmens sagte, habe ein älterer Fluggast beim Check-In von Flug AB 6517 einen Witz über eine Bombe gemacht.

Ein Mitglied des Bodenpersonals hörte dies und informierte Kapitän und Bundespolizei. Daraufhin wurde das Boarding unterbrochen, der Passagier und seine Begleitung überprüft. Nach einer Kontrolle der Dokumente konnte Entwarnung gegeben werden.

Der Flug fiel ganz aus

Durch die massive Verspätung fiel der Flug schließlich aus. 179 Passagiere waren von dem Flugausfall betroffen. Laut Air Berlin konnten einige Fluggäste auf andere Maschinen oder Zugverbindungen umgebucht werden. Aufgrund des Feiertags sei dies aber nicht in jedem Fall möglich gewesen. Einige Passagiere mussten die Nacht im Hotel verbringen.

Die beiden Verursacher des Flugausfalls müssen nun mit hohen Kosten rechnen, sollte die Fluggesellschaft Schadensersatzansprüche geltend machen. Dies wird laut der Sprecherin von Air Berlin derzeit geprüft. Auch die Höhe der entstandenen Kosten stehe noch nicht fest. Die Air-Berlin-Sprecherin sagte: „Wir müssen jeden Hinweis auf eine Gefährdung sehr ernst nehmen. Sicherheit hat für uns oberste Priorität.“

Dieser Text erschien zuerst bei der Berliner Morgenpost.

 
 

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