Wismar: Mann hält Mutter und Baby in Ausländerbehörde fest – dann greift das SEK ein

Die Polizei riegelte die Ausländerbehörde in Wismar komplett ab.
Die Polizei riegelte die Ausländerbehörde in Wismar komplett ab.
Foto: dpa

Wismar. Drama in der Ausländerbehörde in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) am Donnerstag. Dort hat ein Mann aus Ghana eine Mutter mit ihrem Baby stundenlang festgehalten.

Die Polizei umstellte das Gebäude des Landratsamts in Wismar umstellt, bis ein Spezialeinsatzkommando (SEK) den Mann am Abend überwältigte.

SEK-Einsatz in Wismar: Mann hielt Mutter mit Baby fest

So hatte der Mann den Säugling seit 13.30 Uhr etwa fünf Stunden seiner Gewalt. Er war zwar nicht bewaffnet. Dennoch herrschte höchste Alarmstufe.

Auch die Mutter des Babys, das laut der „Ostzee-Zeitung“ noch gestillt werden muss, hielt sich in dem abgeriegelten Gebäude auf. Nur sie und eine Notärztin ließ der Mann seit den Mittagsstunden an den Säugling heran. Es hatte keinerlei gesundheitliche Beschwerden.

Landrätin Kerstin Weiss (SPD) sagte der „Ostsee-Zeitung“: „Wir haben dort aktuell eine Gefährdungssituation. Alle Mitarbeiter - bis auf einen - haben zunächst das Gebäude verlassen.“

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Polizei sucht friedliche Lösung

Unter anderem war auch ein Interventionsteam der Polizei vor Ort. Die Beamten versuchten beruhigend auf den Mann einzuwirken, um die Situation friedlich zu beenden.

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Das war offenbar nicht gelungen. Schließlich kam das SEK-Team zum Einsatz und befreite das Baby aus dem Arm des Mannes. Es sei wohlauf und in Obhut genommen worden, so ein Sprecher der Polizei gegenüber der Deutschen-Presseagentur.

DAS wollte der Mann bezwecken

Zum Zustand des Mannes gibt es noch keine Informationen. Nach Angaben der Polizei forderte der Mann die Anerkennung eines Vaterschaftstests.

Offenbar wollte er damit einer drohenden Abschiebung aus Deutschland entgehen. (mit dpa)

 
 

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