Wieso sich Karl Lagerfeld für einen „Pfeffersack“ hält

Foto: Christian Charisius / dpa
Karl Lagerfeld begeistert mit seiner Mode seine Geburtsstadt Hamburg. Und mit dieser Stadt verbindet ihn noch ganz viel, erklärt er.

Hamburg.  Seit Jahren lebt der deutsche Modedesigner Karl Lagerfeld 84) im Ausland, seiner Heimat aber fühlt er sich immer noch verbunden. „Ich bin in Deutschland geboren, und ich habe auch immer noch meinen deutschen Pass“, sagte er den Zeitungen der FUNKE MEDIENGRUPPE.

Am Mittwoch hatte Lagerfeld zum ersten Mal eine Chanel-Kollektion in seiner Heimatstadt Hamburg präsentiert. „Die Stadt gehört zu meinem persönlichen Background. Sie ist wie eine Tapete in meinem Gehirn“, sagte Lagerfeld, der 1933 in Hamburg zur Welt kam, aber seit Jahrzehnten in Paris und New York lebt.

„Ich bin Hamburger, kein Berliner“

Besonders die Herkunft seiner Vorfahren, die in Hamburg Kaufleute und Banker waren, habe ihn geprägt. „Im Grunde bin ich auch ein Pfeffersack. Nur bin ich nicht geizig“, sagte Lagerfeld. Pfeffersäcke ist eine etwas abschätzige Beschreibung für die Hamburger Kaufmannschaft. Seine Heimatstadt sei ihm bis heute lieber als die Hauptstadt: „Ich bin auch kein Fan von Berlin. Ich bin eben Hamburger, kein Berliner.“

Die Idee, eine Modenschau in der Elbphilharmonie zu machen, habe ihn schon länger beschäftigt: „Die kam, als ich das Ding das erste Mal gesehen habe. Da habe ich gedacht: Da musst du mal was machen.“ Ohne das tolle Gebäude, so Lagerfeld, „hätte ich nicht gewusst, wo ich meine Mode zeigen soll“.

 

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