Wie sich das Netz über Röttgens Merkel-Aussage lustig macht

Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, hat in einem Fernsehinterview in den USA eine gewagte Prognose abgegeben.
Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, hat in einem Fernsehinterview in den USA eine gewagte Prognose abgegeben.
Foto: imago/Jürgen Heinrich
Norbert Röttgen glaubt zu wissen, dass Angela Merkel erneut als Kanzlerin kandidiert. Das Netz zweifelt aber an seiner Glaubwürdigkeit.

Berlin.  Christiane Amanpour war ganz aufgeregt. So sehr, dass die CNN-Chefkorrespondentin die große Neuigkeit gleich per Twitter in die Welt schickte: „Merkel will zum vierten Mal für das deutsche Kanzleramt kandidieren, sagt CDU-Politiker Norbert Röttgen.“ Hierzulande fragt man sich allerdings: Woher hat er dieses weltexklusive Wissen?

Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte jedenfalls prompt: „Es bleibt dabei. Zur Frage, ob sie noch einmal kandidiert, wird sich die Bundeskanzlerin zum geeigneten Zeitpunkt äußern.“

Alles also nur Effekthascherei von Röttgen, von dessen innigem Verhältnis zur Kanzlerin bisher nichts überliefert ist? Erst recht nicht, seit Merkel ihn 2012 eigenhändig aus seinem Amt als Umweltminister befördert hatte.

Röttgen äußert sich zu seiner Prognose

Am Mittwoch stellte Röttgen in der „Bild“-Zeitung klar: Das Interview sei in allen Fragen seine „persönliche Einschätzung“ gewesen. „In der Frage der Kanzlerkandidatur glaube ich, dass ich etwas gesagt habe, was alle so denken und erwarten“, sagte er dem Blatt.

Im Netz mag man Röttgen auf jeden Fall nicht ernst nehmen. Und macht sich unter dem Hashtag #RoettgenPacktAus über seine steile These lustig. (cho/dpa)

 
 

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