Whatsapp–Hammer! Mehrere Millionen Smartphone-Nutzer betroffen

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Wie geht es weiter für Besitzer von Huawei-Handys, die Whatsapp nutzen wollen?

Der Handelsstreit zwischen den USA und China betrifft die Nutzung der beliebten Chatapp auf den Smartphones des chinesischen Herstellers. Zwar haben sich die USA und China im Handelsstreit darauf geeinigt, zunächst keine weiteren Strafzölle einzuführen. Trotzdem ist es unsicher, inwiefern Whatsapp in Zukunft noch auf Huawei-Handys nutzbar ist.

Der Whatsapp-Konzern Facebook hat nun entschieden, seine Apps nicht mehr auf Huawei-Handys vorab zu installieren. Dazu gehört auch die Installation von Whatsapp. Damit ist keine der Apps, die zum Facebook-Konzern gehören, wie auch etwa Instagram, mehr vorab auf den Handys des chinesischen Unternehmens zu finden.

Diese Entscheidung ist der jüngste Schlag gegen den chinesischen Technologieriesen, der gerade darum kämpft, sein Geschäft angesichts eines US-Verbotes für den Kauf amerikanischer Teile und Software, über Wasser zu halten.

Whatsapp und Co: Bereits installierte Apps weiterhin nutzbar

Kunden, die bereits über Huawei-Handys verfügen, können ihre Apps jedoch weiterhin nutzen und Updates erhalten, so Facebook gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Doch neue Huawei-Handys werden nicht mehr in der Lage sein, Facebook-, WhatsApp- und Instagram-Apps vorinstalliert zu haben.

Twitter und Booking.com äußern sich nicht

Hinzu kommt, dass Smartphone-Verkäufer häufig Geschäftsabschlüsse eingehen, die beinhalten, dass beliebte Apps wie Facebook vorab installiert werden. Das bedeutet, dass du diese Apps nicht mehr selbst installieren musst. Du kannst dich bequem einfach nur noch anmelden mit deinem Account. Dass die Apps aber dann einfach auf deinem Smartphone sein müssen, ist irgendwie nicht so cool. Du kannst sie nicht einfach löschen.

Apps wie Twitter und Booking.com sind ebenfalls auf Huawei-Handys in vielen Märkten vorinstalliert. Twitter lehnte eine Stellungnahme ab und Booking Holdings reagierte nicht auf eine Anfrage von Reuters.

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Facebook-Schritt dämpft zukünftige Aussichten auf Erfolg für Huawei

Der Schritt von Facebook dämpft die Aussichten für Huawei zukünftig weiterhin zu den Marktführern zu gehören. Das Huawei Smartphone-Geschäft wurde im vergangenen Jahr zum größten Umsatzbringer und war auch getragen von einem starken Wachstum in Europa und Asien.

Alle neuen Huawei-Handys betroffen

Auch Huawei selbst hat sich gegenüber Reuters geweigert zu den Erneuerungen Stellung zu beziehen. Das Facebook-App-Verbot gilt für jedes Huawei-Handy, das das Werk noch nicht verlassen hat, so eine mit der Marterie vertraute Person. Facebook lehnte es ab, zu kommentieren, wann die Sperrung stattgefunden hat.

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Mai 2019: Washington verbietet Lieferung von Technik an Huawei

Schon im Mai verbot Washington US-Unternehmen die Lieferung von Technologie an Huawei, was Teil einer langjährigen Kampagne gegen das Unternehmen war.

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Die Vereinigten Staaten behaupten, dass Huawei zu nahe an der chinesischen Regierung ist und dass seine Telekommuniaktionsnetzausrüstung und andere Produkte ein Kanal für Spionage sein könnten, was Huawei bestreitet.

Trump kommt China entgegen

Überraschend hob US-Präsident Donald Trump am Wochenende beim Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jingpin den Bann gegen Chinas Telekomriesen Huawei vorerst auf. Außerdem sicherte Trump zu, die angedrohte Ausweitung der Strafzölle gegen China vorläufig auszusetzen, was eine Vorbedingung Pekings war.

Mit seinen Zusagen an China kam Trump der chinesischen Seite allerdings zumindest vorerst weiter entgegen als erwartet. Nur ist weder die Drohung mit neuen Strafzöllen, noch die Isolation des Huawei-Konzerns vom Tisch. „Ich habe versprochen, zumindest vorerst keine neuen Zölle hinzuzufügen“, sagte Trump. Auch ließ er Huawei nicht vom Haken und sprach weiter von einem „Sicherheitsproblem“. „Wir vereinbarten, es bis zum Schluss aufzusparen“, sagte Trump. „Huawei ist eine komplizierte Situation.“

Die Entscheidung über den führenden Netzwerkausrüster und zweitgrößten Smartphone-Hersteller kam unerwartet. „Ich habe zugestimmt, dass der Verkauf von Produkten weiter erlaubt wird“, sagte Trump. Ob der Konzern auch von der schwarzen Liste genommen wird, soll in den nächsten Tagen besprochen werden. Trump hatte Huawei im Mai als Gefahr für die Sicherheit der USA eingestuft und damit Geschäfte von US-Firmen streng begrenzt. (mj mit dpa)